Text-Bild-Ansicht Band 94

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Eisen 6216 Wärmeeinheiten entwikelt, eine Temperatur-Erniedrigung stattfinden, welche ausgedrükt wird durch 6216 – 1598 = 4618 Wärmeeinheiten.

Hr. Ebelmen geht von diesen, aus Dulong's Versuchen gezogenen Voraussezungen aus, um gewisse den sogenannten Gang der Hohöfen betreffende Erscheinungen zu erklären.

Wir wollen nun die Untersuchungen des Hrn. Ebelmen auf die Benüzung der Gase von mit Kohks betriebenen Hohöfen anwenden und vor allem bemerken, daß wenn 62 bis 67/100 von der in einem mit Holzkohlen betriebenen Hohofen erzeugten Wärme verloren gehen, der Verlust bei einem mit Kohks betriebenen Hohofen sich auf 82,6/100 beläuft. Es ist also um so mehr Ursache vorhanden, das Gas dieses leztern nüzlich zu verwenden.

In neuester Zeit bediente man sich der Gase von mit Kohks betriebenen Hohöfen zur Erhizung des Wassers, zur Umwandlung desselben in Dampf, besonders aber zum Erhizen der Flammöfen, für das Zerrennfrischen des Roheisens, wie dieß zu Wasseralfingen und in andern Hütten geschah und wie es der Berichterstatter selbst im vorigen Jahr zu Vienne in der Hütte des Hrn. Frèrejean gesehen, wo man folgende Einrichtung anwandte. Das brennbare Gas wird im Hohofen 3,6 Meter unter der Gicht geschöpft; es dient zum Erhizen der Luft, welche die Kohks des Hohofens verbrennen muß und der Luft des Zerrennfrischofens. Das Wegnehmen des Gases macht im Gang des Hohofens keine Störung, weil, da zweimal so viel Gas wie in einem mit Holzkohlen betriebenen Hohofen darinnen ist, wenn man, vom großen Kohlensak ausgehend, die Hälfte der aufsteigenden Säule herauszieht, doch zur Einwirkung auf das Erz und Erhizung der absteigenden Säule immer noch so viel Gas zurükbleibt, als in der aufsteigenden Säule eines mit Holzkohlen betriebenen Hohofens vorhanden ist.

Die 36 bis 37/100 brennbares Gas, welche einen Theil des der aufsteigenden Säule entzogenen Stroms ausmachen, bringen beim Verbrennen in dem Zerrennfrischofen genug Wärme hervor, um in 1 Stunde 30 Minuten bis 1 Stunde 45 Minuten 400 Kilogr. Roheisen verfrischen zu können und zwar mit bloß 6 bis 7/100 Abgang statt 13 bis 14/100, wie er im Feineisenfeuer stattfindet.

Wir wollen diesen Paragraph mit der Untersuchung des Gases schließen, welches sich aus den cylindrischen, mit Kohks betriebenen s. g. Cupolöfen entwikelt, worin das Roheisen, entweder um es in Formen zu gießen oder behufs seiner Reinigung umgeschmolzen wird.

Der Cupolofen zu Vienne, aus welchem Hr. Ebelmen das