Text-Bild-Ansicht Band 94

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Kohlensäure und Wasser, allein es kann Luft darunter seyn, welche an der Verbrennung keinen Antheil nahm; ist die Schicht des Brennmaterials dik, so verwandelt sich die Kohlensäure in Kohlenoxyd und verursacht dadurch ein Sinken der Temperatur. Nach Hrn. Peclet entgeht in den gewöhnlichen Fällen die Hälfte der Luft der Verbrennung und in den günstigsten Fällen nicht unter 1/3 bis 1/4;

2) der zweite Umstand ist die Entfernung des Herdes von der zu erhizenden Substanz. Die wärmeführenden Gase müssen, wenn sie diese Substanz und das Ofengewölbe erhizt haben, bei ihrem Austritt offenbar eine Temperatur haben, welche derjenigen, die sie mittheilen sollen, wenigstens gleich kömmt. Dieser Umstand erklärt daher wohl den Verlust von 91/100 Wärme in den Flammöfen zum Umschmelzen des Roheisens und von 95/100 in den Schweißöfen. Vorzüglich also durch deren Kamin geht die Wärme verloren; in der That kann man, wenn man Wasser erhizen will, davon 40/100 zu nuze machen, während 60/100 verloren gehen.

Hienach stellen sich die Vorzüge der Anwendung gasförmiger Brennstoffe in Flammöfen heraus, wenn man berüksichtigt, daß ihre Verbrennung in einem sehr beschränkten Raum und sehr nahe bei ihrem Eintritt in den Ofen erfolgt; ferner daß der zu ihrer völligen Umwandlung in Kohlensäure und Wasser erforderliche Luftstrom leicht zu reguliren ist, und daß, da die Verbrennung unter Druk geschieht, die im Gasstrom, nachdem er auf die zu erhizende Materie seine Wirkung gethan, verbleibende Wärme noch zum Erhizen der Röhren angewandt werden kann, welche in den Ofen die Luft und die brennbaren Gase, die sich darin entzünden sollen, leiten.

Diese Betrachtungen sprechen sehr für den Nuzen aller Versuche, die dahin zielen, gasförmige Brennstoffe anstatt der festen Brennmaterialien bei den Flammöfen zu verwenden.

Bei seinen ersten Untersuchungen verwandelte Hr. Ebelmen Brennstoffe von geringem Werth, welche sich auf dem Roste eines Herdes befanden, unter welchem trokene Luft zuströmte, in brennbare Gase um; wenn er dabei Luft und Wasserdampf benuzte, so ließ er lezteren durch eine oberhalb des Rosts befindliche Oeffnung zutreten. Obgleich dieses Verfahren Vorzüge vor der Verwandlung der Brennstoffe in Gas und Kohle, durch Erhizen derselben in Retorten oder Cylindern hatte, so besaß es doch auch wieder Fehler. Aus diesem Grunde zog es Hr. Ebelmen vor, Brennmaterial in einen Ofen zu bringen und innerhalb einer gewissen Zeit die erforderliche Menge Luft eintreten zu lassen, um die Kohlensäure und das Wasser zu Kohlenoxyd und Wasserstoff zu reduciren.

A. Untersuchung des mit Holzkohlen erzeugten