Text-Bild-Ansicht Band 83

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convenirt es nach Hrn. Gaudin doch besser, das Leuchtgas selbst hiezu zu benuzen.

Ich brauche wohl nicht erst auf die Vortheile aufmerksam zu machen, welche aus der Erhöhung der Leuchtkraft eines Gases hervorgehen; sie beziehen sich sowohl auf die Erzeugung als auf den Verbrauch desselben; das schönste Licht mit der kleinstmöglichen Menge Gases zu erhalten ist das Problem, welches seit langer Zeit alle diejenigen beschäftigt, die diesen Gegenstand bearbeiten.

Das durch irgend ein passendes Verfahren erhaltene Gas wird in einem Gasometer gesammelt und seine Leuchtkraft dann dadurch erhöht, daß man es durch ein Terpenthinöhl enthaltendes Reservoir treten läßt, aus dem es dann in den Brenner gelangt, in welchem es verbrannt werden soll. Dieses der zu verbrauchenden Gasmenge in seiner Größe entsprechende Reservoir wird über der Flamme angebracht, welche es erwärmt und die Vereinigung des Gases mit dem Dampfe befördert. Bei dieser Einrichtung lassen sich die Gasstrahlen nach der Seite oder von Oben nach Unten etc. richten, so daß dadurch eine sehr vortheilhafte Wirkung zur guten Beleuchtung eines Salons oder eines Theaters erzielt wird.

Das Licht ist sehr weiß, stark glänzend, und von dem Augenblik an, in welchem es sein Maximum erreicht, sehr gleichförmig, was der Fall ist, wenn das Oehlreservoir erwärmt und völlig geruchlos ist.

Diese in wissenschaftlicher Hinsicht sehr interessanten Resultate bieten in industrieller Beziehung nur dann Interesse dar, wenn die Gasconsumtion verringert wird. Der Ausschuß stellte in diesem Betreff Versuche an, deren Resultate hier folgen; man benuzte dazu zwei Gasometer.

Einer derselben war mit gewöhnlichem Gase gefüllt, der zweite enthielt davon nur eine kleine Quantität. Diese beiden Gasometer waren unter sich durch mit Hahnen versehene Röhren verbunden, welche die Communication nach Belieben herzustellen oder aufzuheben gestatteten. Sie wurde in unserer Gegenwart hergestellt und das Gas öfters von einem Gasometer in den anderen übergelassen; nachdem man die Gase für völlig gemengt und homogen hielt, ließ man sie in gleicher Quantität in die Gasomter treten und schritt zu den Versuchen.

Erster Versuch. — Man brachte an dem einen Gasometer den Terpenthinöhl enthaltenden Brenner, an dem anderen einen gewöhnlichen sogenannten Fledermausflügel-Brenner an. Der Terpenthinöhl enthaltende Brenner war einige Augenblike vor dem Versuche