Text-Bild-Ansicht Band 83

Bild:
<< vorherige Seite

hat keine merkliche Veränderung erlitten und konnte, zugerichtet, den Vergleich mit frischen Fellen aushalten.

2) Unter den Augen des Comité's bereitete und den Stadtsergenten zum Gebrauch überlassene Felle bewährten sich als trefflich.

3) Eine ziemlich bedeutende Partie Felle von der afrikanischen Küste, deren Zustand die Bearbeitung weder vom Gerber, noch sonst auf eine Weise zuließ, wurde mit der größten Leichtigkeit und zum großen Erstaunen aller Gerber von Paris gegerbt.

Auch im Uebrigen hat dieses Verfahren immer die besten Resultate gegeben. Die Möglichkeit der Einführung dieses mechanischen Verfahrens in der Gerberei ist als entschieden zu betrachten; nach diesem Verfahren läßt sich auch sicherlich gut, schnell und mit Ersparung an Lohe arbeiten. Jedoch läßt das Comité den Kostenpunkt im Allgemeinen noch unentschieden, weil die nöthige Erfahrung noch fehlt, um zu beurtheilen, ob die Kosten dieses Verfahrens mehr oder weniger als der Zinsverlust bei der bisherigen Methode betragen.

Jedenfalls wird wegen des Fleißes und der Umsicht des Hrn. Vauquelin der Antrag gestellt, daß die Gesellschaft ihm ihre höchste Belohnung zuerkenne. (Sie bestimmte ihm in ihrer Generalversammlung am 11. Aug. 1841 die goldene Medaille.)

XLIII. Verfahren, den Krapp, welcher zum Färben benuzt wurde, noch einmal dazu brauchbar zu machen; von Hrn. Moisson in Rouen.

Aus dem Echo du monde savant, 1841, No. 673.

Der Krapp, welchen man zum zweitenmal benuzen will, muß sogleich, nachdem er aus dem Färbekessel kommt, gesammelt werden; man wascht ihn dann mit vielem Wasser aus und läßt ihn vollkommen troknen. In hölzerne, mit Blei belegte Kufen wird nun Wasser gefüllt, welches man mit so viel Schwefelsäure vermischt, daß es 4 bis 5 Grad an Baumé's Aräometer zeigt; in diese Flüssigkeit bringt man den Krapp und trägt von demselben so viel ein, als sie durchweichen kann; die Masse bleibt nun 24 Stunden stehen. Hierauf bringt man den Krapp in andere Kufen, worin man ihn mit frischem Wasser so lange aussüßt, bis ihm dasselbe keine Schwefelsäure mehr entzieht; diese Kufen müssen zum Ablassen des Wassers mit mehreren Hähnen versehen seyn; der Krapp muß dann wieder ganz ausgetroknet werden, um ihn bis zu seiner Verwendung aufbewahren zu können. Dieß ist aber unnöthig, wenn man ihn Sogleich