Text-Bild-Ansicht Band 83

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der Gebläseluft, des Roheisens und der Schirbel. Von Stölzl. — Der wesentliche eigenthümliche Inhalt dieses Aufsazes besteht in der Mittheilung von Abbildungen und Beschreibung eines auf der Maximilianshütte bei Traunstein eingerichteten Frischfeuers, durch welches mittelst der abziehenden Flamme auf einem besonderen Herde das Roheisen angewärmt oder Blech etc. geglüht, und in einem zweiten Raume der Gebläsewind für das Frischfeuer selbst (vermöge eines gußeisernen Schlangenrohres) erhizt wird. Abgesehen von diesen Nebennuzungen, welche demnach gar keinen eigenen Brennmaterial-Aufwand erfordern, wird bei der Frischmanipulation, wenn sie ununterbrochen im Gange ist, ein Fünstel des sonst nöthigen Kohlenaufwandes erspart.

Zimmerheizöfen für Steinkohlenfeuerung. Von Leonhardt. Laut der Angabe in der Ueberschrift soll dieser Ofen auf der Steintafel VIII abgebildet seyn; aber die Zeichnungen befinden sich auf Tafel XI im 8. Hefte. Der Ofen ist cylindrisch, ganz von Gußeisen gemacht, außerhalb des Zimmers zu heizen und mit einem schraubenförmigen Rauchzuge versehen, in dessen Achse ein senkrechtes Rohr aufsteigt, um die durch dasselbe ziehende äußere Luft erwärmt in das Zimmer einzuführen. In dem beigegebenen Gutachten wird der Ofen im Allgemeinen gelobt, aber zugleich werden einige noch nöthige wesentliche Verbesserungen desselben angezeigt, welche namentlich einige Verhältnisse der Dimensionen betreffen. Daß die Beschreibung gar keinen näheren Bezug mittelst Buchstaben auf die Abbildungen nimmt, ist nicht gut, obschon die Deutlichkeit gerade nicht sehr darunter leidet.

Privilegien-Beschreibungen, und zwar:

Im 8. und 9. Hefte von 1840. Anfertigung aller Arten von Kämmen aus Elfenbein-Abfällen. Von Bär. — Man ersieht aus der ziemlich undeutlich abgefaßten Beschreibung nur, daß die Kämme aus mehreren Stüken durch Nieten mittelst Messing- oder Argentandraht (auch wohl durch Leimen) zusammengesezt, dann die Zähne wie gewöhnlich eingeschnitten und vollendet werden. Es ist sehr zweifelhaft, ob auf diese Weise eine schöne und haltbare Arbeit zu erlangen seyn werde.

Anfertigung des Mineralteiges und der Schärfriemen für Rasirmesser. Von Auernheimer. — Der sogenannte Mineralteig ist ein Gemenge aus gleichen Theilen feingepulvertem Schiefer, Wiener Kalk, Blutstein und Zinnasche, welches mit Steinöhl und Ochsenmark angemacht und beliebig parfümirt wird. Die Riemen werden wie gewöhnlich aus Juften gemacht, den der Patentirte 14 Tage lang in Urin beizt und dann auf der Narbenseite