Text-Bild-Ansicht Band 83

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mit Bimsstein abschleift. Eigenthümliches oder Neues findet sich hieran nichts, als etwa die erwähnte Beize und die Anwendung der abgeschliffenen Narbenseite des Leders, während man sonst die Fleischseite zu gebrauchen Pflegt. Diese leztere Abweichung kann insofern von Nuzen seyn, als bekanntlich die thierische Haut nach der äußeren Seite zu ein dichteres Gewebe besizt.

Kiesreinigungs-Gitter, von Gmeiner. — Eine sehr zwekmäßig construirte Vereinigung von zwei Gittern, um den zum Chausséebau bestimmten Kies oder Grand in einer einzigen Operation sowohl von großen Steinen als von Sand zu trennen. Das grobe Gitter, auf welches der Grand aufgeworfen wird, steht in schräger Richtung; und das feine, auf welches der durch ersteres hindurchfallende Theil gelangt, ist hinterhalb, in entgegengesezter schräger Stellung angebracht. Sand, Steine und gereinigter Kies werden im Herabfallen völlig von einander getrennt gehalten.

Im 11. und 12. Hefte. Verbesserte Lüdersdorff'sche Dampflampe, von Marold. — Der Patentirte hat die bekannte ursprüngliche und einfache Form der Lampe in verschiedenen Punkten abgeändert; namentlich durch Anbringung eines Argand'schen Brenners (mit doppeltem Luftzuge), wodurch die Flamme mehr Stätigkeit erhalten soll; Hinzufügung eines Zugglases; Anwendung eines seitwärts stehenden Spiritusbehälters mit sogenanntem intermittirendem Niveau; Ersezung der baumwollenen Dochte durch solche aus feinem Drahte; Anbringung eines beweglichen Knopfes an der Dochtröhre, welcher, indem er abgenommen werden kann, das Einziehen des Dochtes und das Nachsehen erleichtert etc. Alle diese Verbesserungen sind ganz zwekmäßig; aber selbst mit ihnen wird die Dampflampe niemals große Verbreitung erlangen können, da sie wegen des theuren Brennmaterials viel zu kostspielig, und wegen dessen außerordentlicher Entzündbarkeit unter Umständen sogar gefährlich ist.

Locomotiv-Gaslampe, von Sell und Schütz. — Ist nichts weiter als die Lüdersdorff'sche Dampflampe in ihrer einfachen Gestalt.

Verbesserte Brodbereitung und Bakofen durch Dampf geheizt, von Höcherl. — Der erste Theil dieser Erfindung besteht in der Bereitung einer künstlichen Hefe, wozu die Maische aus 4½ Theilen Weizenluftmalz, 1 Th. Gerstenmalz, und 10 Th. Wasser von 40° R. durch ein Sieb gegossen, die Würze mit 2½ Th. geschälten und zerkleinerten Kartoffeln bis zur Auflösung der leztern gekocht, mit ¼ Th. Syrup und 1/32 Th. Hopfen versezt, durch Abdunsten ferner concentrirt, endlich mit l Th. Weizenmehl,