Text-Bild-Ansicht Band 83

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1 Th. Bierhefe und 1/32 Th. Eiweiß zur Gährung gestellt wird. Man wird diesem Recepte nicht vorwerfen, daß es zu einfach sey. Der Dampfbakofen ist, abgesehen von dem Dampfkessel, noch mit zwei gewöhnlichen Feuerungen versehen, von welchen die eine zur Heizung der Baksohle, die andere zum Erhizen des Gewölbes dient; der Dampf, welcher unter eine gußeiserne Platte, auf der das Brod liegt, eingeleitet wird, scheint demnach nur eine Nebenrolle zu spielen, deren Nuzen nicht klar wird. Zeichnungen und Beschreibung sind ziemlich unvollkommen.

Ziegelofen mit Steinkohlenfeuerung, von Wilhelms. — Ein stehender Ofen mit drei Schürlöchern und zwei Schornsteinen. Der untere Theil des Ofenraumes ist zum Kalkbrennen, der obere Theil zum Ziegelbrennen bestimmt. In jedem Schürloche liegen zwei Roste über einander. „Die Feuerung geschieht auf dem oberen Roste, wo das Harz aus der Steinkohle verbrannt wird; alsdann werden die Kohlen auf den zweiten Rost geschoben.“ Aus einem kleinen, in dem Ofen eingemauerten Dampfkessel (an welchem merkwürdiger Weise ein hölzerner Hahn angebracht ist) wird durch kupferne Röhren Dampf unter die Roste geleitet. Die aufgestellte Verbrennungstheorie ist originell. Der Erfinder meint, der Wasserstoff aus den Dämpfen verwandle die von den brennenden Steinkohlen entwikelte schweflige Säure in Schwefelwasserstoffgas, welches als Brennstoff wirke, während der aus dem Wasser sowohl als aus der schwefligen Säure entbundene Sauerstoff unmittelbar zur Erhöhung des Wärmegrades beitrage.

Pianoforte mit Hammerschlag von Oben und Anschlag von Unten, von Ziegler. — Die Abbildung ist eine perspectivische, bloß äußere Ansicht eines Flügels, aus welcher man eben so wenig lernt, als aus der von allen Detailangaben entblößten, sehr kurzen Beschreibung. Das Instrument hat zwei Tastaturen, und es wird gesagt, die obere Mechanik schlage auf die Saiten herab, die untere gegen dieselben hinauf; man könne auch auf beiden Tastaturen (zugleich??) spielen.

Im 2. Hefte von 1841. Wagen-Rollenachse, vom Grafen Montperny. — Auf einer gewöhnlichen Achse ist an zwei Stellen eine flachrunde Rinne eingedreht, in welche ein passender, aus zwei Theilen bestehender Stahlring lose eingelegt ist, der wieder durch einen darüber aufgeschobenen ganzen Ring zusammengehalten wird. Die äußere, gerundete Oberfläche dieses äußeren Ringes reibt sich an der Innenseite der konischen Radbüchse, die innere Seite des inneren Ringes aber an der Achse; hiedurch meint der Erfinder, in Folge der verminderten Berührungsflächen, die Reibung