Text-Bild-Ansicht Band 83

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ausgeführt sind, aufgedrükt. Im Principe liegt also nichts Neues; doch sind die mitgetheilten Specialitäten des Verfahrens (im polyt. Journal Bd. LXXXII. S. 435) schäzbar.

Im 6. Hefte: Tragbarer Brat- und Bakofen, von Schörg. — Dieser Ofen besteht aus drei in einander stekenden runden Kästen von Eisenblech. Der innerste Kasten bildet den Brat- oder Bakraum; durch den 1 Zoll weiten Raum zwischen ihm und dem zweiten Kasten zieht die Flamme und die heiße Luft der unten angebrachten Feuerung; der Zwischenraum vom mittleren zum äußeren Kasten ist 2 Zoll weit und wird mit Asche gefüllt, um die Hize zusammenzuhalten. Die Anordnung ist im Ganzen, wenn auch nicht in allen einzelnen Theilen, neu, und wird gewiß dem Zwek gut entsprechen.

Verbesserte Horn-Scharnierdosen, von Hahn. — Die Verbesserung besteht in einer solchen Ausarbeitung der Hohlkehle, worin das Horn-Scharnier gelegt wird, daß diese Hohlkehle nicht bis an die Enden der Dose hinausgeht (wo man sie gewöhnlich mit schwarzem Siegellak zu verkleben Pflegt), sondern hier ein Theil des Horns selbst stehen bleibt. Zur Erreichung dieses Zwekes gibt der Patentirte eine eigenthümliche und sehr entsprechende Bauart des Hohlkehlhobels an, die ich ohne Copirung der Zeichnung nicht wohl deutlich erklären kann.

Verfertigung des Hammerleders für Instrumentenmacher; von Steininger. — Feinwollige Schaffelle werden 4 Tage lang in Wasser geweicht, auf der Fleischseite mit einem Gemenge von Kalk und Asche bestrichen, 3 Wochen lang in ein Gefäß mit Wasser gelegt, hernach durch Abstreichen von der Wolle befreit, vier Wochen in Kalkwasser gelegt, gewaschen, verglichen, einmal auf der Fleischseite und zweimal auf der Narbenseite aus dem frischen Wasser gestrichen und zweimal aus lauwarmem Wasser gestoßen. Sodann kommen sie auf drei Tage in eine Kleienbeize und werden in Lohbrühe aus Fichtenrinde gegerbt. Die Zurichtung nach dem Troknen besteht im Einsprengen mit Wasser, Aufpeitschen, Stollen, Schlichten, Aufreißen mittelst Fischhaut und Wiederholung einiger dieser Operationen.

Polirmittel für Glas, von Sensburg und Pasch. — Es ist geglühter und feingepochter Brauneisenstein, welchem die Patentirten einen Vorzug vor dem Kolkothar darin zuschreiben, daß er ein Pulver von gleichförmigerer Feinheit bilde. Daß diese Angabe nicht unter allen Umständen richtig seyn kann, und daß es keine Schwierigkeit hat, auch Kolkothar von eingemengten groben Körnchen zu befreien, springt in die Augen.