Text-Bild-Ansicht Band 83

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Alles dieses sage ich nicht zum Nachtheile, sondern nur auf Veranlassung der Laubmann'schen Oefen.

Selbstthätige Maschine zum Schlagen aller dehnbaren Metalle und Metalllegirungen, von Lauter. — In der Einleitung werden sehr vollständig und mit gründlicher Sachkenntniß die Bedingungen auseinandergesezt, welchen eine Maschine zum Schlagen der ächten oder unächten Metallblätter (Blattgold etc.) in Pergament- oder Hautformen Genüge leisten muß. Dann gibt der Erfinder an, er habe Hämmer von 25 bis 40 Pfd. Gewicht mit 3 bis 4 Hüben per Secunde (aber welche Hubhöhe?) am angemessensten gefunden. Endlich erläutert er mit Hülfe zweier lithographirter Ansichten den Mechanismus, durch welchen vor jedem neuen Schlage die Form gedreht und zugleich verschoben wird, so daß die Schläge in einer Art Spirale mit rechtwinkeligen Eken neben einander fallen. Dieser Mechanismus ist höchst sinnreich erdacht, aber wohl für die Anwendung etwas zu complicirt, so daß zu fürchten ist, die Maschine werde in dieser Gestalt fast nur ein merkwürdiges Kunststük ohne allgemeine Brauchbarkeit seyn. Der Hammer (welcher in den Abbildungen nicht mit angegeben ist) rükt bei seinem Hube von selbst die Kuppelung ein, durch welche die nöthige kurze Bewegung des Mechanismus, von einer in stetiger Umdrehung begriffenen Welle aus, erfolgt.

Neue Achsspindeln für Wagenräder, von Reinert. — Diese Erfindung stimmt wesentlich ganz mit der oben erwähnten des Grafen Montperny überein, ist aber einfacher, indem statt zweier Ringe über einander nur ein Ring angebracht wird, der aus zwei durch Scharniere verbundenen Theilen besteht, und sowohl innerlich als äußerlich nicht convex gerundet, sondern flach ist. Der oben gegen die Montperny'sche Construction gemachte Einwurf trifft also auch hier zu.

Fabrication der Stearinsäurekerzen, von Kreuter. — Eine kurze und oberflächliche Beschreibung des allgemein bekannten Verfahrens, wonach der Talg mittelst Kalk verseift, die Seife durch Schwefelsäure zersezt und das abgeschiedene Gemenge der fetten Säuren erst kalt, dann warm ausgepreßt wird.

Verfertigung des Sohlen- und Ueberleders zu wasserdichten Schuhen und Stiefeln, von Heynemann. — Das Leder soll in einem Knoppernauszuge erweicht, mit einer Mischung von Leinöhlfirniß, Talg und Thran eingeschmiert, mit einem hölzernen Hammer geklopft, dann allen diesen Behandlungen der Reihe nach zweimal unterworfen, und endlich gepreßt werden. Es sind auch Vorschriften gegeben, die Fußbekleidung bei ihrer Verfertigung