Text-Bild-Ansicht Band 83

Bild:
<< vorherige Seite

Vorzüge dieses Ofens vor anderen gewöhnlichen Baköfen liegen nicht in einer wesentlich abweichenden Bauart, sondern in einigen kleinen Modificationen und bequemen Nebeneinrichtungen. Zu den ersteren gehört besonders die Art, wie die zur Mäßigung des Zuges dienenden Schieber in den Canälen angebracht sind; zu den lezteren die Anlegung der Bakstube über dem Ofen, um ihr im Winter ohne besondere Heizung die nöthige Wärme zu verschaffen; ferner die Anbringung des Wasserkessels in dem Mauerwerke des Bakofens und einer Obstdarre unter der Baksohle.

Beschreibung einer Hobelmaschine mit Kurbelbewegung. — Die Einrichtung, dem Schlitten der Hobelmaschine seine Bewegung mittelst einer Zugstange zu ertheilen, welche an der Warze einer horizontalen Kurbelscheibe eingehangen ist, hat zwar die Unvollkommenheit, daß die Bewegung mit ungleichförmiger Geschwindigkeit geschieht — also, sofern ein gewisses Maximum der Geschwindigkeit nicht überschritten werden darf, Zeitverlust eintritt; — zur Empfehlung gereicht ihr dagegen ihre Einfachheit, die Leichtigkeit, die Länge des Zuges (durch Versezung der Warze auf den Radius der Scheibe) beliebig zu verändern, und die Möglichkeit, mit größter Genauigkeit den Weg des Schlittens an einem bestimmten Punkte sich endigen zu lassen, wodurch man ohne Gefahr ganz nahe an hervorstehende Theile des Arbeitstüks hin hobeln kann. Daß jedoch diese Construction nur für kleine Hobelmaschinen geeignet ist, ergibt sich von selbst, da bei einer sehr bedeutenden Größe des Kurbelkreises (welche ohnehin auch viel Raum erfordert) ein zu großer Seitendruk durch die Schrägstellung der Zugstange entsteht.

Beschreibung einer zwekmäßigen Kesselfeuerungsanlage. — In mehreren hessischen Fabriken ist diese Ofenconstruction zur Zufriedenheit der Besizer ausgeführt. Das Wesentliche derselben besteht in der Heizung zweier Kessel durch eine Feuerung: ein Verfahren, welches zwar oft angewendet wird, wozu aber hier eine empfehlenswerthe eigenthümliche Einrichtung angebracht ist. Von dem unter dem ersten Kessel befindlichen Roste geht der Zug zuerst unter beiden Kesselböden hin; hinter dem zweiten Kessel steigt derselbe senkrecht in die Höhe, wird mittelst einer Zunge getheilt, und streicht nun, die Kesselwände umspielend, rechts und links wieder nach Vorne hin, wo über dem Schürloche der Schornstein angebracht ist. Will man dem vorderen Kessel einen größeren Antheil der Hize zuwenden, oder gar nur diesen Kessel allein heizen, so bedient man sich einer Klappe, welche in der Scheidewand des obern und untern Canals zwischen beiden Kesseln angebracht ist, und den Zug nach Erforderniß vom hinteren Kessel abhält, um ihn dem vorderen direct