Text-Bild-Ansicht Band 83

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Hinsicht der Verf. das Anzünden des Firnisses schon darum dem Kochen ohne Anzünden vorzieht, weil man im ersteren Falle den höchst lästigen Dämpfen entgeht.

Ueber die Anwendung des Kautschuks zu Buchdrukerballen und Walzen. Von Pfnor. Neue Kautschukballen (d. h. mit blattförmigem Kautschuk statt Leder überzogene Ballen) bewirken, nach des Verf. Erfahrung, das Auftragen und Vertheilen der Farbe sehr vollkommen; aber nach einiger Zeit wird das Kautschuk durch eingedrungenen Oehlfirniß weich und klebrig, folglich unbrauchbar.

XV. Mittheilungen des Industrievereins für das Königreich Sachsen.

Jahrgang 1840, Lieferung 2, 3.

Es ist ein einziger Artikel aus diesen zwei Heften anzuzeigen, nämlich die Beschreibung zweier vereinfachten Jacquardmaschinen aus Lyon, in der 2. Lieferung. Für kleine Maschinen eignen sich die hier beschriebenen zwei Constructionen allerdings, und sie werden zumal durch ihre große Einfachheit und Wohlfeilheit bei ärmeren Webern ohne Zweifel Eingang finden. Beide Maschinen haben hölzernes Gestell und Eisendrahtplatinen, welche lezteren ohne Federn, bloß durch den Zug der Schwere des Geschirrs in ihrer aufrechten Stellung bleiben oder darein zurükkehren. Statt der Pappen werden in beiden Maschinen durchlöcherte hölzerne Blättchen angewendet, in deren Löcher nach Erforderniß hölzerne Knöpfchen eingeschraubt werden. Bei der einen Construction ist die Vereinfachung so weit getrieben, daß sogar die Nadeln weggelassen sind, und die erwähnten Knöpfchen direct auf die Platinen drüken; aber hiezu ist nothwendig, daß die Platinen in einer einzigen Reihe stehen, weßhalb ihre Anzahl nicht wohl über 100 betragen kann. Die Ersparung des Ausschlagens der Muster (da man für alle Muster die nämlichen Holzblätter verwendet und nur die Knöpfchen in andere Löcher versezt) ist ein wesentlicher Vortheil bei beiden Maschinen; allein damit die Veränderung der Muster ohne zu großen Zeitaufwand stattfinden könne, darf weder die Zahl der Platinen, noch jene der Karten (Holzblätter) groß seyn.

XVI. Gewerbeblatt für Sachsen.

Jahrg. 1840, Nr. 40–53; Jahrg. 1841, Nr. 1–97.

Seit Anfang 1841 erscheint das Gewerbeblatt zu Leipzig in verdoppelter Nummernanzahl (zweimal statt einmal die Woche) und in vergrößertem Formate, womit der von 2 Thaler auf 4 Thaler erhöhte Preis des Jahrganges in billigem Verhältnisse steht. Von