Text-Bild-Ansicht Band 83

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als Garnsortirwaage in den Baumwollspinnereien üblich ist, nur mit einer nach Lothen eingetheilten Scale versehen. — Nr. 8: Cylindermaschine, von Pfaff. Sie dient zum Glätten und Berichtigen der mit Leder überzogenen Drukwalzen, welche in den Strek- und Spinnmaschinen der Baumwollspinnereien gebraucht werden. Zu diesem Behufe wird die auf drei glatten gußeisernen Cylindern liegende Lederwalze durch einen vierten, darauf niedergelassenen schweren, polirten Gußeisen-Cylinder gedrükt, und zugleich durch die Umdrehung sämmtlicher Cylinder gerollt, so daß jede Unebenheit der Lederbekleidung verschwindet. — Nr. 9: Spinnabgang-Streke, von Pfaff. Statt die auf den Vor- und Feinspinnmaschinen abfallenden Fadenenden nach gewöhnlicher Methode zur Wiederbenuzung auf die Kraze zu bringen, schlägt der Erfinder vor, sie mehrmals durch ein aus sechs Walzenpaaren bestehendes Strekwerk gehen zu lassen, um sie nach und nach auseinander zu ziehen, in lose Fasern zu zertheilen und sogleich wieder in Bänder umzuwandeln. Es wäre sehr zu wünschen, daß dieses Verfahren zu dem beabsichtigten Ziele führte, zumal die Krazenbeschläge durch Bearbeitung gedrehter Fadenstüke sehr leiden; allein wenn ich mich nicht täusche, so ist wenig Aussicht vorhanden. — Nr. 18: Schleifmaschine (beschrieben von Wieck); zum Rundschleifen langer und dünner Metallcylinder (Wellen etc.), welche nicht gedreht werden können. Das Arbeitsstük ist in einem Schlitten wie auf einer Drehbank zwischen Spizen eingespannt und empfängt durch eine Riemenscheibe und einen Führer die Achsendrehung, während es zugleich durch Zahnstange und Getrieb (welche den Schlitten bewegen) parallel mit der Achse des schnell umlaufenden Schleifsteins an dessen Stirn vorbeigeführt wird. Durch eine nach Erforderniß umgedrehte Schraube erfolgt die Annäherung an den Stein. — Nr. 20: Schönherr's mechanischer Webestuhl (beschrieben von Wieck). Beschreibung und Abbildung könnten viel ausführlicher seyn. — Nr. 22: Kleine Hobelmaschine für Eisen etc. (beschrieben von Wieck). Der Schlitten wird durch den Eingriff eines mittelst Handkurbel umgedrehten Rades in eine Zahnstange bewegt; der Support ist von bekannter und einfacher Construction. Die einleitenden Bemerkungen, welche der Verf. über ausgedehntere Anwendung der Hobelmaschinen, selbst für kleine Gegenstände, macht, sind sehr gegründet. — Nr. 23: Bohrmaschine (beschrieben von Wieck); ein kleines Exemplar derjenigen Art, welche die Engländer drilling machines nennen. Von diesem Ausdruke gibt der Verf., wie ich beiläufig bemerken will, eine unrichtige Erklärung. Das Wesentliche der drilling machine besteht nicht darin, daß sie vertical bohrt, sondern darin, daß sie kleine oder mäßig große