Text-Bild-Ansicht Band 83

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Löcher in das massive Metall bohrt, zum Unterschiede von den boring machines, welche die schon vorhandenen Höhlungen von Cylindern und dergl. ausbohren, oder tiefe weite Bohrungen aus dem Massiven (wie bei Kanonen) erzeugen. Die Richtung des Bohrers ist ohne allen Bezug auf den Namen. Bei der vorliegenden Maschine, die sehr einfach ist, wird die senkrechte Bohrspindel durch den Eingriff zweier konischer Zahnräder umgedreht, von welchen das eine mittelst einer auf seiner Achse stekenden Riemenscheibe die Bewegung empfängt. Das Niederdrüken des Bohrers geschieht durch einen Tritt, das Aufheben durch ein Gegengewicht. — Nr. 24: Chromoxydgrün auf Kattun. Von C. H ...r (Hauer?). Recepte für verschiedene Schattirungen dieser haltbaren und gefälligen Farbe, welche eine große Wichtigkeit schon erlangt hat. Es kann bei dieser Gelegenheit angeführt werden, daß Hr. Dr. v. Kurrer aus Prag in der lezten Naturforscher-Versammlung in Braunschweig zahlreiche Proben von chromgrünem Druk auf Kattun vorzeigte, woraus die Mannichfaltigkeit der dadurch erreichbaren Effecte in helles Licht trat. — Drehbank nach Fox (beschrieben von Wieck). Die Einrichtung ist bekannt; in der Beschreibung herrscht dieselbe Kürze, wie in allen Wieck'schen Maschinenbeschreibungen, deren in vielen Hinsichten lobenswerter Lakonismus zuweilen doch etwas weiter geht, als dem schon mit mechanischen Dingen vertrauten Leser lieb seyn kann. — Nr. 34: Große Eisenbohrmaschine (aus der sächsischen Maschinenbauwerkstätte in Chemnitz). Es ist dieß eine drilling machine (siehe oben) der größten Art, von sehr vollkommener Einrichtung, wobei die Bohrspindel aller nur wünschenswerthen Ortsveränderungen fähig ist, und der Mechanismus an Solidität und Bequemlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt. — Nr. 78: Englische Nuthmaschine. Diese Maschine ist schon durch andere und ausführlichere Beschreibungen bekannt, und die nämliche, deren im polyt. Journal Bd. LXXVIII. S. 383 Erwähnung geschah. — Nr. 78 bis 82: Ueber die Benuzung der Flamme des Frischfeuers. Von H. v. Bünau. Dieser Aufsaz enthält die Beschreibung und Abbildung eines 1837 zu Morgenröthe im Voigtlande nach Königsbronner Art eingerichteten Frischherdes, in welchem die Flamme beim Aufsteigen einen gußeisernen Kasten heizt, um die durch denselben strömende Gebläseluft (auf etwa 325° R.) zu erhizen; dann aber im seitwärts gehenden Zuge einem Vorwärmherde die nöthige Temperatur ertheilt, um auf diesem das zu verfrischende Roheisen oder die zum Ausschmieden bestimmten Kolben glühend zu machen. Die Ersparniß in Folge dieser Einrichtung soll 33 bis 40 Proc. an Kohlen und fast 50 Proc. an Zeit betragen. — Nr. 80: Ueber Turbinen,