Text-Bild-Ansicht Band 83

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von Fischer. Der Verf. gibt Zeichnung und Beschreibung der in seiner Fabrik zu Erdmannsdorf seit 1839 arbeitenden, von Rabenstein in Chemniß ausgeführten Turbine, theilt aber keine Angaben über Wasserverbrauch, Gefälle, Geschwindigkeit und Nuzeffect derselben mit. — Nr. 86: Beschreibung des für Braunkohlenfeuerung eingerichteten Ziegelofens am Kaltenstein bei Zittau. Von Hallbauer. Dieser stehende Ofen hat acht Feuerungscanäle, faßt 28–30,000 Ziegel (theils Mauertheils Dachziegel), und vollendet einen Brand in 5 Tagen und 5 Nächten, wozu nebst einigen Klaftern Holz 3 bis 400 Schäffel Braunkohle erfordert werden. Da die Größe des Holzbedarfes nicht genau, und das Gewicht des Schäffels Braunkohle gar nicht angegeben ist, so kann man über das günstige oder ungünstige Verhältniß des Brennstoffaufwandes kein Urtheil fällen. — Nr. 94: Ueber Verwendung des schwefelsauren Bleioxyds. Der ungenannte Verf. räth zur Umwandlung des (als Nebenproduct gewonnenen und sonst fast werthlosen) schwefelsauren Bleioxyds in Bleiweiß durch Kochen mit überschüssiger Auflösung von kohlensaurem Kali oder Natron und gibt an, daß das so gewonnene Bleiweiß sehr gut deke. Eine mit reinen Materialien dargestellte und analysirte Probe enthielt 82.00 Bleioxyd, 14.66 Kohlensäure, 3.34 Wasser, was keinem einfachen Verhältnisse von kohlensaurem Bleioxyd und Bleioxydhydrat entspricht, wonach wahrscheinlich entweder die Analyse ungenau ist, oder das Wasser nur mechanisch gebunden war.

XVII. Gemeinnüziges Wochenblatt des Gewerbvereins in Köln.

Jahrg. 1840, Nr. 39–52; Jahrg. 1841, Nr. 1–48.

Zur Geschichte eines in der neuesten Zeit vielfach besprochenen Gegenstandes, nämlich der irrig sogenannten Oehlgaslampen, liefert die Nr. 43 von 1841 einen Beitrag. Es wird hier durch Zeugnisse der HHrn. Dr. Garthe und C. Vohl nachgewiesen, daß der Klempner Schasny in Köln schon im September 1838 eine Lampe verfertigt hat, deren Construction — bis auf eine kleine Verschiedenheit in der Form des blechernen Aufsazes — ganz mit der nachher von Ruhl und Benkler in Umlauf gebrachten übereinstimmte. Zugleich wird aber hinzugefügt, daß Schasny allerdings die öffentliche Bekanntmachung seiner Erfindung versäumt habe. Nach diesem lezteren Ausdruke ist nicht zu erkennen, ob Sch. mehrere Lampen der in Rede stehenden Art verfertigt und an Kunden abgegeben habe. Wäre dieß der Fall gewesen, und hätten die Lampen