Text-Bild-Ansicht Band 83

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eigene Erfahrung zwekmäßig gefunden hat. Die erste dient zur Abführung der verdorbenen Luft aus dem Zimmer, und besteht aus einem 3 Zoll weiten, in die senkrechte Rauchröhre (von 6 Zoll Durchmesser) concentrisch eingesezten Rohre, welches vom obern Ende sich wieder abwärts wendet und unter dem Roste in den Ofen mündet, während das untere Ende an ein frei bis nahe zur Zimmerdeke aufsteigendes Rohr angefügt ist. Durch die Strömung, welche in dem so dargestellten Canale entsteht, wird die am meisten unter der Deke angesammelte verdorbene Luft herabgezogen und dem Feuer zugeführt, wo sie zugleich durch die in ihr enthaltene Wärme sich nüzlich macht, indem somit das Feuer durch erwärmte Zugluft gespeiset wird. Die zweite Vorrichtung besteht aus einem hinter dem Ofen, 1 Zoll von der Wand entfernt, angebrachten dünnen Eisenbleche von der Höhe und Breite des Ofens. Dieses Blech, welches sich also bei der Heizung bedeutend erwärmt, schließt unten an den Fußboden, zu beiden Seiten an die Mauer luftdicht an, läßt aber oben die frische Luft austreten, welche durch eine kleine Oeffnung der Wand, dicht über dem Fußboden, herbeikommt. Indem diese Luft, auf ihrem Wege nach dem Zimmer, hinter dem Bleche aufsteigt, erwärmt sie sich an demselben, und gelangt mit einer Temperatur in das Zimmer, welche bei des Verf. Oefen bis zu 27° R. beträgt, aber stets viel niedriger bleibt, als die Temperatur der direct am Ofen erwärmten Luft. Die Folge davon ist, daß die frische, von Außen herzukommende Luft kein großes Bestreben hat, senkrecht aufzusteigen, sondern sich mehr horizontal in dem mittleren Theile der Zimmerhöhe ausbreitet, wo der Athmungsproceß vorgeht. Endlich sucht der Verf. einen beständigen angemessenen Feuchtigkeitsgrad in der Luft des Zimmers dadurch zu unterhalten, daß er in ein nach Art der Hänglampen aufgehängtes Behältniß ein Gefäß mit Wasser sezt. Statt reinen Wassers Kalkwasser anzuwenden, damit die durch das Athmen erzeugte Kohlensäure absorbirt werde, ist ein Vorschlag, auf den man wohl kein Gewicht legen darf.

Nr. 18: Mostrich oder Senf. Von K. — Kurze, aber genügende Anweisung zur Bereitung der verschiedenen gebräuchlichen Hauptgattungen des Senfs. — Ueber die zwekmäßigste Art Fleisch zu räuchern. Von K. — Um Rindfleisch so zu räuchern, daß es saftig bleibt, sehr wohlschmekend wird (namentlich keinen unangenehmen Rauchgeschmak bekommt) und sich lange hält, wird aus bewährter Erfahrung empfohlen: das vom Schlachten noch warme Fleisch in einem gepulverten Gemenge von 32 Theilen Kochsalz und 1 Th. Salpeter gehörig umzuwälzen, es mit so viel Rokenkleie zu