Text-Bild-Ansicht Band 83

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Temperaturen auf den oben bezeichneten Höhen: 17.80, 18.94, 20.16, 21.45, 22.83, 24.30. Es scheint demnach, daß die Annahme einer geometrischen Progression in der Wärmezunahme sehr nahe richtig sey, der Exponent dieser Progression aber in verschiedenen Fällen bedeutend verschieden seyn könne. Jedenfalls wird dazu erfordert werden, daß das Zimmer bereits einige Zeit geheizt und die Temperatur desselben so zu sagen in den Beharrungszustand gekommen ist, auch keine erheblichen Bewegungen in der Luft Statt finden. Ich muß noch hinzufügen, daß eine Reihe von Beobachtungen in einem 17 Fuß hohen Zimmer mir Resultate gegeben hat, welche anzudeuten scheinen, daß in sehr hohen geheizten Räumen eine mittlere Luftschicht von 6 oder mehr Fuß Höhe vorkommen kann, in welcher die Temperatur nahe gleichmäßig ist. — Ueber Elektromagnetismus als Triebkraft. Von Wagner (S. polytechn. Journal, Bd. LXXX. S. 372.)

IV. Jahrgang, Nr. 1: Veiträge zur Galvanoplastik. Von Gerlach. — Es werden hier mehrere interessante Bemerkungen mitgetheilt, welche einen sehr aufmerksamen Beobachter beurkunden; z. B. über die Sprödigkeit der galvanoplastischen Kupferproducte (welche beim Glühen oder selbst beim Anwärmen bis zur Schmelzhize des Zinns verschwindet, indem dabei eine beträchtliche Ausdehnung des Kupfers stattfindet); über die ungleiche Dike des niedergeschlagenen Kupfers an verschiedenen Stellen; über die Bildung linien- und streifenförmiger Auswüchse auf der Rükseite des galvanischen Kupferüberzuges; u. s. w.8)

Nr. 3 und 4: Ueber das Selligue'sche sogenannte Wassergas, und über die durch dasselbe in Straßburg (im Januar 1841) vorgefallene Erstikung. Von Engelhard. — Der Verfasser zeigt, wie und aus welchen Gründen die großen Erwartungen, welche man anfangs von der Selligue'schen Gasbereitung hegte, getäuscht worden sind. Dieses Gas muß seiner Entstehung nach viel Kohlenoxydgas und Wasserstoffgas enthalten, und schwankt in seiner Leuchtkraft außerordentlich stark. Der Anwesenheit des Kohlenoxydgases, und vielleicht auch des sogenannten Kohlendampfes, wird mit großer Wahrscheinlichkeit die schrekliche Straßburger Erstikungsgeschichte zugeschrieben, über welche man hier sehr unterrichtende Details findet. Das sogenannte Wassergas scheint in dieser Beziehung weit gefährlicher zu seyn, als Steinkohlengas, weil lezteres theils stärker riecht und deßhalb leichter entdekt wird, theils

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S. Polytechn. Journal, Bd. LXXXII. S. 128.