Text-Bild-Ansicht Band 83

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nicht, oder in viel geringerer Quantität die namhaft gemachten betäubend-tödtlichen Beimengungen enthält.

Nr. 10: Laternchen zum Anzünden der Gaslichter (im Freien). Von Gerlach. Eine kleine Taschenlaterne, deren oberer, aus Blech gearbeiteter Theil, um die Tragbarkeit des Ganzen zu befördern, aus drei Auszügen (jenen eines Taschenperspektives ähnlich) gebildet ist. Der unterste Theil besteht aus einer kleinen Oehllampe, die durch einen kurzen Glascylinder mit dem blechernen Obertheile zusammenhängt. Durch die Lampe geht von unten nach oben ein Röhrchen, mittelst dessen die Laterne über den Gasbrenner herabgesenkt wird. Nach dem Oeffnen des Brennerhahns strömt sodann das Gas durch das Röhrchen an die Flamme der Lampe, von welcher es entzündet wird. Die Gefahrlosigkeit und Bequemlichkeit dieser Laterne hat sich im Gebrauche bewährt.75)

Nr. 15: Gutachten über die neue Lampen-Construction von Benkler und Ruhl. Eine von dem Frankfurter physikalischen Vereine ernannte Commission stellte in Bezug auf diese Lampen-Einrichtung folgende Versuche an: Eine kleine sogenannte Studir-Lampe, die mit der Benkler'schen Vorrichtung versehen war, wurde, nach geschehener vollkommenster Regulirung der Flamme, hinsichtlich der Lichtintensität mit einer Wachskerze (4 Stük auf das Pfund) verglichen. Die Helligkeit der Kerze = 1 gesezt, betrug jene der Lampe 2.1. Nachdem die Lampe 1 Stunde mit unveränderter Lichtstärke gebrannt hatte, wurde sie gewogen. Es fand sich, daß 244 Gran Oehl verzehrt waren. Eine ganz gleiche, mit Thran gefüllte Lampe, deren Helligkeit jener der Oehllampe völlig gleich gemacht wurde, verzehrte in 1 Stunde 300 Gran. Als man hierauf die Oehllampe ohne die Benkler'sche Vorrichtung gebrauchte, und ihre Flamme zur Erlangung der vortheilhaftesten Verbrennung so groß machte, als sie es ohne Rauch zu geben vertrug, zeigte sich die Helligkeit nur 9/13 oder sehr nahe 0.7 von jener der Wachskerze, und es wurden in 1 Stunde 150 Gran Oehl verzehrt. Da nun die Lichtstärke der Lampe mit Vorrichtung sich zu jener der Lampe ohne Vorrichtung wie 2.1 zu 0.7 oder 3 : 1 verhielt, der Oehlverbrauch aber nur in dem Verhältnisse von 244 zu 150 stand, so findet man die relative Leuchtkraft (d. h. die Verhältnißzahl der Lichtmenge aus gleichem Oehlgewichte) wie folgt:

a) Mit der Vorrichtung = 2.1/244 = 0.00860

b) Ohne die Vorrichtung = 0.7/150 = 0.00466;

75)

Vergl. polytechn. Journal, Bd. LXXX. S. 426.