Text-Bild-Ansicht Band 83

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mitgetheilt werden wird, die das Niederfallen des Getreides in den kleinen Trichter erleichtert, welcher an dem Obertheile des Drahtcylinders angebracht ist, um das Getreide in das Innere des Drahtcylinders einzuführen und es der Wirkung der Bürsten auszusezen. Das gereinigte Getreide tritt an dem unteren Ende des Cylinders aus, wo eine Oeffnung O (Fig. 21) in einer der Scheiben E, welche die beiden Enden des Metallcylinders verschließen, angebracht ist; es fällt dann längs des Canales P nieder und wird nach seinem Austritt aufgefangen.

Wenn man die verschiedenen Figuren betrachtet, wird man finden, daß die Maschine von allen Seiten gänzlich geschlossen ist, daher der Staub, welcher sich von dem Getreide absondert, sich nicht in dem Local verbreiten kann, wo man die Maschine aufstellt. Man kann jedoch die Deke Q, welche über dem Cylinder angebracht ist, so wie die Wand R, welche nach der ganzen Länge der Maschine hingeht, die Stüke S und T, welche das Ende des Kastens, wo das Getreide herauskommt, verschließen, und auch die Wand U an der Seite der Feder M hinwegnehmen.

Bei dem in Gegenwart einer Commission mit dieser Maschine angestellten Versuche wurden 25 Liter Weizen, welcher mit einer Menge Unreinigkeiten und verdorbenen Körnern gemengt war, in 10 Minuten durch einen einzigen Mann vollkommen gereinigt, so daß mittelst eines solchen Apparates ein Arbeiter in einem Tage 15 bis 18 Hektoliter Getreide und darüber leicht wird reinigen können. Die Maschine des Hrn. Laederich ist von sehr einfacher und dauerhafter Construction; sie empfiehlt sich überdieß durch einen sehr mäßigen Preis, so daß ihre Anwendung auch den weniger bemittelten Landwirthen möglich ist. Die Industriegesellschaft hat dem Erfinder deßhalb eine silberne Medaille zuerkannt.

LXVII. Verbesserungen in der Gerberei, worauf sich Moses Poole, im Lincoln's Inn, Grafschaft Middlesex, am 22. Febr. 1841 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem Repertory of Patent-Inventions. Nov. 1841, S. 257.

Mit Abbildungen auf Tab. V.

Vorliegende Erfindung besteht im Wesentlichen: 1) in der Anwendung eines gewissen Mechanismus zum Enthaaren der Häute ohne Beihülfe von Säuren oder Alkalien; 2) in einem Einweichungsverfahren