Text-Bild-Ansicht Band 83

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kupfernen, mit einem Stöpsel verschlossenen Kessel und ahmte hiemit die Explosionen unserer großen Dampfkessel vollkommen nach.

Kurz, die von Hrn. Boutigny studirten Erscheinungen sind von sehr hohem wissenschaftlichem und technischem Interesse. Die gelehrte Welt erwartet mit Ungeduld die Schrift, welche Hr. Boutigny darüber herausgeben wird.

Bresson.

LXXXIV. Ueber die blaue Färbung des Ultramarins; von Dr. Elsner.

Der natürliche Ultramarin ist bekanntlich das Pulver des Lasursteins, und in der Unsicherheit, die über die wahre Zusammensezung, besonders den eigentlich färbenden Bestandtheil dieses Minerals herrschte, lag der Grund, warum die Erzeugung eines künstlichen Ultramarins so viele Schwierigkeiten hatte. Indessen stellt man in Paris sowohl als in Meißen (besonders schön an lezterm Orte) nach geheim gehaltenen Vorschriften den künstlichen Ultramarin dar, und es war die Aufgabe, durch Untersuchung dieser Producte den Weg zu ermitteln, auf dem sie erlangt waren. Man fand bei der Analyse eine ganz ähnliche Zusammensezung, wie die des natürlichen Lasursteins. Es fanden nämlich im

Textabbildung Bd. 83, S. 461

Auch Beobachtungen von zufälliger Ultramarinbildung (im Großen; denn im Kleinen entsteht noch unter manchen andern Verhältnissen zuweilen ein ultramarinartiger Körper; immer aber unter Verhältnissen, wo sich Schwefelnatrium mit kleinen Mengen Schwefeleisen bilden kann) sind bekanntlich von Tassaert und Kuhlmann theils in aus Sandsteinen gebauten Sodaöfen, theils in Oefen,