Text-Bild-Ansicht Band 83

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angerührt, getroknet und mit Schwefelwasserstoffgas behandelt wie bei 1, gab eine grau gefärbte Masse.

5) Kieselerde, eben so wie bei 4 behandelt, gab auch nur eine graue Masse.

6) Trokenes kohlensaures Natron sowohl wie Aeznatron, mit einer Spur Eisenvitriol vermischt und mit Schwefelwasserstoffgas behandelt, gab eine schwärzlich-grüne Masse, die beim Behandeln mit Wasser schmuzig-grün wurde.

7) Thonerde und trokenes kohlensaures Natron, mit einer Spur Eisenvitriol gemischt und mit Schwefelwasserstoffgas behandelt, gab ein graugrünes Pulver; mit Wasser angerührt, wurde die Farbe grünlich-blau.

Schon nach diesen Versuchen scheint ein Gehalt von Schwefelnatrium und ein geringer Gehalt von Schwefeleisen wesentlich zur Hervorbringung einer wenigstens andern als gelben Färbung.

8) Gewöhnlicher eisenhaltiger gebrannter Kalk wurde mit Schwefelwasserstoffgas behandelt und eine grünlich-blau gefärbte Verbindung erhalten. Eben so verhielt sich Strontian und Baryt.

Bekannt ist auch, daß jezt im Handel ein Haarvertilgungsmittel vorkommt, welches blaugrün gefärbt ist und bei der Analyse als ein durch Schwefeleisen gefärbtes Calciumsulfhydrat sich ergab, denn es verliert die Verbindung sogleich unter Entwikelung von Schwefelwasserstoffgas ihre Farbe, sobald sie mit verdünnter Salzsäure behandelt wird.

Es wurde jezt zu den Versuchen mit der von Gmelin zuerst angegebenen Ultramarinbasis geschritten. Sie wurde, wie bekannt, bereitet durch Auflösen von Kieselerdehydrat in Aeznatronlauge, Zusaz von Thonerdehydrat und Eindampfen der ganzen Mischung zur Trokne. — Es wurden zweierlei Sorten Basis bereitet, einmal eine von Eisen absolut reine, und eine zweite, die noch in ihrem Thonerdegehalt einen, aber sehr geringen Eisengehalt zeigte. Der Verfasser nennt die erstere chemisch reine Basis, die andere die gewöhnliche Basis. Ferner wurde von Eisen absolut reiner Schwefel dadurch dargestellt, daß gewöhnliche eisenhaltige Schwefelblumen mit Salzsäure mehreremale ausgekocht, getroknet und in Glasretorten sublimirt wurden.

Alle Versuche wurden in einem kleinen Ofen bei Rothglühhize angestellt, in leicht bedekten Porzellantiegeln; gewöhnlich blieb die Probe 1½ Stunde im Feuer.

Der erste einleitende Versuch wurde auf folgende Weise angestellt: 20 Th. gewöhnlicher Basis wurden mit 10 Th. gewöhnlicher