Text-Bild-Ansicht Band 73

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dessen Mitte sich ein Haken befindet, an den der zu wägende Gegenstand gehängt wird. K ist ein kleiner Sperrhahn, welcher abgesperrt werden kann, wenn man das Instrument nicht braucht, und der das Entweichen des Queksilbers, im Falle das Instrument bewegt wird oder zufällig in horizontale Stellung geräth, verhindert. Von dem Umfange des Schaftes a, a ist etwas mehr als der vierte Theil weggeschnitten, damit man das Emporsteigen des Queksilbers beobachten kann. An die eine Seite des Ausschnittes ist die Scala geschraubt. Obschon die Glasröhre zu beinahe 3/4 durch den Schaft des Instrumentes geschüzt ist, so ist doch noch für eine weitere Sicherung desselben, wenn man sich seiner nicht bedient, gesorgt. Es wird nämlich, bevor man die Scala an den Schaft schraubt, über diesen eine Röhre geschoben, welche man in Fig. 39 und 40 sieht. Verschiebt man diese Röhre nach der einen Richtung, so wird die Glasröhre durch ihren seitlichen Ausschnitt hindurch sichtbar; schiebt man sie hingegen wieder zurük, bis ihr Rand b, b an die Scala anzuliegen kommt, so ist die Glasröhre gänzlich eingeschlossen.

Die Platte F mit dem auf ihr befindlichen Queksilber wird von den Stangen und dem Bolzen H getragen. Das Gewicht des Schaftes a, a mit allen seinen Theilen, die Platten A und C, der Bügel I mit dem Haken J schwimmen hienach beständig auf dem Queksilber, welches folglich in der Röhre emporsteigt, bis es ihnen das Gleichgewicht hält. Von diesem Punkte an beginnt die auf der Scala befindliche Numerirung. Sämmtliche zu wägende Gegenstände werden mittelst des Hakens J von der Platte A getragen, und daher wird diese um so viel mehr auf das Queksilber drüken und lezteres um so viel in der Röhre emportreiben, daß es der angehängten Last das Gleichgewicht hält. Geeignet dürfte es seyn, in dem Balken G zwei Stell- oder Sicherheitsschrauben anzubringen, und die Enden derselben so weit hinaufreichen zu lassen, daß die Platte C nicht so weit herabsinken kann, daß das Queksilber dadurch aus der Röhre B überfließen könnte, im Falle dem Instrumente ein Gewicht angehängt würde, welches über dessen Bereich hinaus ginge.

Die Gränzen, innerhalb welcher dieses Instrument als Waage dienen kann, sind durch den Durchmesser des Kolbens und der Büchse, sowie durch die Länge der Glasröhre bedingt. Ein Kolben und eine Büchse von 16 Zoll Durchmesser mit einer Röhre von 3 Fuß wirb z.B. für ein Gewicht von 3600 Pfd. ausreichen. Die größte Bewegung des Kolbens wird an einem Instrumente von dieser Größe nur den hundertsten Theil eines Zolles betragen. Der Wechsel in der Temperatur wird natürlich einen Wechsel im specifischen Gewichte des Queksilbers bedingen; allein dieß ist von keinem Einflüsse auf die