Text-Bild-Ansicht Band 73

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eine Oeffnung befindet, geschraubt. In der Mitte dieser Oeffnung steigt der Brenner oder Dochthälter empor. An den gegenüberliegenden Seiten dieser Kuppel sind die beiden Hähne c, c befestigt; und oben auf sie ist der Körper d, d der Lampe, in dessen Seite sich bei e eine Linse befindet, geschraubt. Oben über den Scheitel dieses Körpers sind zwei oder drei Schichten Drahtgitter f, über denen der Rauchfang g aufgeschraubt wird, gelegt. Das Ende des Rauchfanges ist nach Abwärts gebogen, und mit einem Wasserbehälter h, in welchen das Rauchfangende untertaucht, umgeben. Der Behälter i, i ist von solcher Stärke, daß er verdichtete atmosphärische Luft fassen kann. Diese gibt er allmählich und durch den Schraubenhahn j, die biegsame Röhre h und den Hahn c ab, aus dem sie unter der Kuppel b, an die Oeffnung dieser lezteren gelangt, und dann dicht und rings um die Flamme herum in die Lampe eintritt. An dem Luftgefäße befindet sich ferner ein Schraubenhahn l mit einer biegsamen Röhre m, deren Ende mit einem Mundstüke n versehen ist, aus dem der Bergmann, wenn er es bedürfen sollte, einen Zug frischer Luft einathmen kann. Damit die Lampe gleichmäßig mit Luft gespeist wird, tritt sie zuerst, so lange sie in hohem Grade condensirt ist, durch eine sehr kleine Oeffnung; in dem Maaße aber, als der Druk abnimmt, wird diese Oeffnung weiter.

„In Fig. 32 sieht man einen Durchschnitt der Schraubenhähne j, b, aus welchem deren Einrichtung hervorgeht. An den Schrauben j, l befinden sich cylindrische Theile, welche, um sie luftdicht zu erhalten, durch lederne Halsringe gehen, und deren kegelförmige Spizen die treffenden Mündungen verschließen. Der Hahn l öffnet sich durch die Mündung o direct in das Gefäß i. Der Hahn j, der die Lampe mit Luft versieht, hat eine sich selbst regulirende Oeffnung. Die Mündung dieses Hahnes tritt nämlich in die Kammer p, welche so groß ist, daß sie eine Spiralfeder aufzunehmen im Stande ist, und an deren Grund sich eine andere Oeffnung q befindet. In diese Oeffnung ist der cylindrische Zapfen r so eingesezt, daß er so luftdicht als möglich einpaßt, und daß ihm dennoch dabei freies Spiel gestattet ist. Oben auf diesem Zapfen befindet sich eine Platte, auf welche die in der Kammer p enthaltene Spiralfeder drükt. In der Seite des Zapfens r ist eine Fuge angebracht, welche, wie die Zeichnung bemerken läßt, an ihrem unteren Ende sehr schmal ist, während sie sich nach Oben zu in dem Maaße erweitert, als es nöthig ist, damit bei Abnahme des Drukes die Luft dennoch mit gleicher Geschwindigkeit entweicht.

„Die Stärke der Spiralfeder und der Durchmesser des Zapfens r müssen der gewünschten Verdichtung der Luft entsprechen. Wenn der