Text-Bild-Ansicht Band 73

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Wasser eintreten, woraus nothwendig folgt, daß die einspringenden Winkel ebenfalls gleichzeitig eintreten. Der Widerstand ist daher derselbe wie beim Rudern, nur mit dem Unterschiede, daß er hier ein unterbrochener ist. Durch dieses Zusammentreffen des Ein- und Austrittes der correspondirenden Schaufeln an beiden Rädern wird der seitlichen Bewegung, welcher die Radwelle in ihren Anwellen ohne diese Vorsarge ausgesezt wäre, vorgebeugt.

Bei dem Spiele dieser Räder treten ihre auf die angegebene Weise angeordneten Schaufeln gleichsam in einer endlosen Reihe, ohne Geräusch und ohne eine Erschütterung zu erzeugen, in das Wasser ein, dem sie während des ganzen Umganges des Rades einen beständig gleichbleibenden Widerstand darbieten. Ihre Wirkung auf das Wasser üben sie unter rechten Winkeln mit der Bewegungslinie. Die Folge dieser Einrichtung ist: Beseitigung aller der Erschütterungen, welche den Dampfschiffen sonst durch die Schaufeln mitgetheilt zu werden Pflegen; Beseitigung des unangenehmen Lärmens, der durch das Aufschlagen der Schaufeln auf das Wasser erzeugt wird; Verhütung des Aufziehens von Rükwasser beim Emporsteigen der Schaufeln; größere Regelmäßigkeit und Stätigkeit im Spiele der Maschine; und endlich bei gleichem Kraftaufwande eine größere Geschwindigkeit der Fahrt, indem das Aufziehen des Rükwassers verhindert ist, und indem statt der bisher abwechselnden Triebkraft eine ununterbrochen wirkende in Anwendung kommt. Wenn das Schiff über seine gewöhnliche Ladung hinaus befrachtet wird, oder wenn man überhaupt aus irgend einem Grunde tiefer getauchte Schaufeln anzuwenden für nöthig erachtet, so sind die Vortheile, welche das neue Ruderrad gewährt, verhältnißmäßig noch größer. Der ganze Bau hat die Eigenschaften einer Reihe von Bogen, die abwechselnd auf einander ruhen, und bietet daher die stärkste Form dar, die man getrennten Theilen geben kann. Die neuen Räder sind ferner einfach und kosten auch nicht mehr als die ganz gewöhnlichen Ruderräder. Daß man die Schaufeln auch aus Eisen anstatt aus Holz arbeiten kann, versteht sich von selbst.

Fig. 20 zeigt eines der neuen Räder von der Fronte betrachtet; seine Welle befindet sich etwas weniges unter dem Niveau des Auges. Fig. 21 gibt eine seitliche Ansicht desselben Rades. A, A ist die Welle; B, B sind die dem Auge zunächst liegenden Scheiben; C, C jene Speichen, welche von dem entgegengesezten Wellenende auslaufen; D, D die Naben; E, E der äußere, dem Auge zunächst liegende Radkranz; F, F der äußere Radkranz an dem entgegengesezten Wellenende. Die Zahlen, mit denen die Schaufeln bezeichnet sind, deuten die Ordnung an, in welcher diese auf einander folgen, ohne daß ein