Text-Bild-Ansicht Band 73

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zugleich auch in das Zahnrad c, das mit dem Rade a von gleichem Durchmesser ist, eingreift; d ein Zwischenrad, welches einerseits in das Zahnrad c und andererseits in das Zahnrad e eingreift. Lezteres hat denselben Durchmesser wie das Rad a, und ist an der Welle des Wagens, der hier an dem oberen Ende seines Laufes dargestellt ist, aufgezogen. Die Ziehstange (bielle), welche die beiden Räder b, e trägt, ist mit dem Ende f mit sanfter Reibung an der Hauptwelle aufgehängt. Die zweite Ziehstange h, i, welche das Rad d trägt, ist an dem Ende i gleichfalls mit freier Reibung an der Welle des Wagens, an dem anderen Ende h dagegen an dem Ende der ersteren Ziehstange g aufgehängt. Die punktirten Linien deuten die Stellungsveränderung, welche eintritt, wenn der Wagen das Ende seines Laufes erreicht hat, an.

Das Rad e behält seiner Ortsveränderung ungeachtet stets seinen Parallelismus mit dem ersten Rade a bei, so daß es an den Spulen keine andere Umlaufsbewegung erzeugt, als jene, welche von dem Rade a hervorgebracht wird. Es erhellt dieß klar aus Fig. 5, wo die beiden Kreise a, c die gleichen Durchmesser haben, mit einem dritten Kreise b in Berührung stehen. Wenn man nämlich nach gehöriger Fixirung des Kreises a den Kreis c den Umfang c, c', c'' etc. und den Kreis b den Umfang b, b', b'' durchlaufen läßt, so werden nach und nach sämmtliche Punkte des Umfanges des Kreises c jenen des Kreises a dargeboten worden seyn, ohne daß der Kreis c sich um sich selbst umgedreht hätte. Dabei wird dennoch der Kreis b durch seine Ortsveränderung eine Umlaufsbewegung vollbracht haben, die, welches auch sein Durchmesser und die Stellung des Mittelpunktes seiner Bewegung seyn mag, wenn er nur mit den Kreisen a, c in Berührung bleibt, den Erfordernissen dieser beiden lezteren entspricht. In der That wird, wenn man sich den Kreis c frei an seiner Achse beweglich, und diese Achse an einem Hebel, dessen Drehpunkt sich in a befindet, befestigt denkt; und wenn man, nachdem an dem Ende d des Radius c, d ein Gewicht aufgehängt worden, den Hebel einen ganzen Umgang um den Kreis a machen ließ, der Radius c, d stets seinen Parallelismus beibehalten haben, obwohl alle Punkte des Umfanges des Kreises c nach einander dem Kreise a dargeboten worden, und seinerseits der leztere in Bezug auf den Kreis c dasselbe gethan hat. Der Kreis b erfüllt hier nun dieselben Verrichtungen wie das Gewicht; er rollt zwischen den beiden Kreisen a, c, ohne eine andere Wirkung hervorzubringen als die, daß er den Kreis c am Umlaufen verhindert, wenn der Kreis a unbeweglich bleibt. Man kann seine Umlaufsbewegung, welche in seinen verschiedenen Stellungen durch die Radien b, f, b', f, b'', f etc. angedeutet ist, leicht verfolgen.