Text-Bild-Ansicht Band 73

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wird; den Ofen des Hrn. Chanter scheint jedoch dieser Vorwurf nicht zu treffen. Da dieser Ofen im Principe mit dem beschriebenen Locomotivofen übereinkommt, so wird der in Fig. 92 gegebene Längendurchschnitt genügen, ihn anschaulich zu machen. A, A¹, A² sind nämlich die Roststangen; B der herabsteigende Theil des Kessels; C die Aschengrube; D der Feuerzug. Die HHrn. Pet. Borrie und Comp. in Dundee, und Hr. Napier in Glasgow sind dermalen mit Ausrüstung von Dampfschiffen nach diesem Systeme beschäftigt. Wir zweifeln nicht, daß, wenn sich dasselbe hiebei bewährt, bald alle auf Flüssen fahrende Boote zu dessen Annahme gezwungen seyn werden.

LXXV. Verbesserungen an den Rädern für Eisenbahnwagen, worauf sich Samuel Truscott, George Wolf und James Dougherty von Pennsylvania ein Patent ertheilen ließen.

Aus dem Franklin Journal. Januar 1839.

Mit einer Abbildung auf Tab. V.

Wir nennen unser Rad ein doppeltes Plattenwagenrad (double plate car wheel), weil wir statt der gewöhnlichen Radspeichen zwei Platten anwenden, die wir zugleich mit dem Radkranze gießen, und die auch mit demselben aus einem Stüke bestehen. Der Radkranz hat in jeder Hinsicht dieselbe Form wie an den dermalen gebräuchlichen Rädern. Die Platten, welche statt der Speichen dienen, sind an der einen Seite convex, an der anderen concav. Die zur Aufnahme der Achse dienende Nabe gießen wir in der Mitte der beiden Platten, und zwar so, daß sie beide mit einander verbindet.

Fig. 93 zeigt eines unserer Räder in einem Durchschnitte. a, a ist der Radkranz; b, b sind die beiden Platten, welche an der einen Seite convex, an der anderen concav sind, und zwischen denen sich der hohle oder leere Raum c, c befindet. d, d ist die Nabe. Die Aushöhlung c, c wird beim Gießen mittelst eines Kernes ausgespart. Der Kern wird in dem Kasten getragen, und daher bleiben in den Platten entsprechende Löcher, welche auch zum Ausnehmen des aus Formsand gebildeten Kernes dienen.

Den Radkranz gießen wir auf gewöhnliche Weise in eine Schale (chill). Die Platten ziehen sich wegen ihrer eigenthümlichen Form beim Abkühlen zusammen, ohne daß man einen Bruch zu fürchten hat, und ohne daß man die Nahe zu theilen braucht, wie dieß