Text-Bild-Ansicht Band 72

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und die Form hängt von dem Zweke und der Aufbewahrungsweise des Brennstoffes ab.

Ich weiß wohl, daß bereits mehrere der von mir aufgezahlten Substanzen auf die eine oder andere Weise, gepreßt oder ungepreßt, zur Bereitung eines Brennmateriales benuzt wurden; meine Erfindung beruht daher darauf, daß ich Steinkohlenklein mit Mergel, Thon, Schlamm oder anderen mir vegetabilischen Stoffen geschwängerten Erden und Wasser in solchem Verhältnisse vermenge, daß die Menge des Steinkohlenkleins stets der Menge des Schlammes gleichkommt, oder sie selbst übersteigt, welche andere Stoffe man übrigens noch beigemengt haben will. Auf die Anwendung des Theeres lege ich keine Ansprüche, da diese schon früher auf verschiedene Weise versucht ward. Endlich behalte ich mir vor, nicht alle der aufgeführten Stoffe, sondern nur jene zu benüzen, die ich eben geeignet finde.

XIII. Methode zur Untersuchung von Stahl, Stab- und Gußeisen; von Berzelius.

Aus Poggendorff's Annalen der Physik und Chemie, 1838, Nr. 1.

Mit Abbildungen auf Tab. II.

Das Eisen wird so fein gepulvert als möglich, da die Operation in dem Maaße schneller geht, als die Vertheilung größer ist.

Hierauf wird es mit einer Auflösung von Kupferchlorid digerirt, die mehr als hinreichend ist, um es in Eisenchlorür zu verwandeln. Bei einer Temperatur von etwa 50° C. ist dieß nach 24 Stunden geschehen, wenn nicht das Eisen in zu großen Stüken angewendet worden. mittelst eines Glasstabes erkennt man leicht, ob noch harte Körner vorhanden sind. Die Flüssigkeit wird abgegossen und durch den Apparat filtrirt, der weiterhin beschrieben ist. Das zurükgebliebene, mit Kohle vermischte Kupfer wird mit neuem Kupferchlorid übergossen, dießmal concentrirt und mit Salzsäure vermischt, und damit digerirt, bis das Kupfer in der Säure als Chlorür aufgelöst ist. Man darf die zurükgebliebene Kohle nicht durch Papier trennen, aus leicht begreiflichen Gründen. Die Trennung geschieht in folgendem Apparate:

In das ausgezogene Ende der Röhre A, B5) legt man bei B eine zusammengedrükte Masse von Asbest, die vorher in Salzsäure gekocht, ausgewaschen und geglüht worden. Man kann statt des

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Siehe Fig. 1 Taf. II.