Text-Bild-Ansicht Band 72

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den entfernten Theilen des Apparats hingegen benuzen wir Draht von beiläufig 1/12 Zoll Durchmesser. Man kann mit dem dünnen Drahte sehr viele Umwindungen machen, ohne daß das Volum derselben so groß wird, daß die äußeren Windungen zu weit von der inneren Nadel 7 abstehen, um noch einen gehörigen Einfluß darauf ausüben zu können. Wenn die Windungen 8,8 um jede innere Nadel 7 beiläufig 800 betragen und einer Länge von ungefähr 200 Yards entsprechen, so ist dieß hinreichend. Um die verschiedenen Drahtwindungen gehörig von einander isoliren zu können, überzieht man den Theil des Rahmens 10, womit sie in Berührung kommen, mit Seidenzeug, falls der Rahmen aus einem (kein Eisen enthaltenden) Metall besteht und legt auch kleine Stüke Seidenzeug zwischen jede Drahtschichte an den zwei Enden des Rahmens, wo der Draht umgebogen wird und sich also fester auf die darunter befindlichen Schichten andrükt. Da die fünf Nadeln, welche sich in einer Reihe neben einander befinden, sämmtlich astatische sind, so üben sie keinen magnetischen Einfluß auf einander aus, sondern jede asiatische Nadel 8 wird, wenn kein elektrischer Strom durch die Drahtwindungen geht, durch das Uebergewicht ihres schweren Endes in senkrechter Lage ruhig bleiben. Der oben erwähnte Aufhälter, wodurch die Winkelbewegung der inneren Nadel beschränkt wird, ist bei 14 an der Seite des Rahmens 10 befestigt, quer durch diejenige Oeffnung desselben, worin sich die innere Nadel 7 bewegt. Diese Aufhälter müssen aus einem Metall bestehen, welches keines Magnetismus fähig ist und können, damit die Nadel bei plözlichem und starkem Anschlagen keine Biegung erleidet, mit Seidengarn umwunden werden. In der Vorderseite der Scheibe A befestigte Aufhaltstifte, um die Enden der inneren Nadel 1 aufzufangen, würden denselben Zwek wie die Aufhälter 14 erfüllen; jedenfalls müssen aber die Aufhälter so befestigt werden, daß sie die Abweichung der Nadel nach beiden Seiten beschränken und zwar conform mit den schiefen Linien auf der Vorderseite der Scheibe A, worauf zwanzig Buchstaben an den Durchschnittspunkten dieser Linien verzeichnet sind. Wir nehmen ferner, wie oben schon erwähnt wurde, an, daß wenn zwei von den fünf Nadeln gleichzeitig signalisiren, dadurch ein besonderer Buchstabe bezeichnet wird; so neigt sich z.B. auf der Zeichnung die Nadel 1 mit ihrem oberen Ende nach Rechts und die Nadel 4 mit demselben Ende nach Links; die gegenseitige Convergenz der oberen Enden dieser Nadeln zeigt, daß ihr Signal auf der oberen Hälfte der Scheibe zu suchen ist, und verfolgt man die respectiven Richtungen dieser beiden Nadeln nach Oben mittelst der schiefen Linien auf der Scheibe, so ist ihr Durchschnitt und somit das gegebene Signal der Buchstabe B.