Text-Bild-Ansicht Band 72

Bild:
<< vorherige Seite

Fig. 9 zeigt auf welche Art und Weise der Apparat mit dem Kessel in Communication gesezt werden muß. X ist die Richtung, welche man der oberen Verbindungsröhre bisher zu geben pflegte; N die Richtung, welche ich ihr gebe.

Fig. 10, 11 und 12 zeigen einen Apparat mit zwei einfachen Röhren, welche mit einem vorne verglasten Rahmen, der sich an Angeln öffnen läßt, umschlossen sind.

Anhang.

Wir fügen diesem schäzenswerthen Aufsaze des Hrn. Meyer aus dem Berichte, den Hr. Emil Köchlin der Société industrielle in Mülhausen darüber erstattete, noch Folgendes bei.

Die einfache Röhre des Hrn. Meyer ist dieselbe wie die von Hoyau angegebene und im Bulletin de la Société d'encouragement 1832 beschriebene. Seine doppelten Röhren sind sehr sinnreich eingerichtet, aber auch viel complicirter, und daher schwerer gegen neue auszuwechseln, im Falle sie dienstuntauglich werden. Wir würden daher immer den einfachen, unter einem verglasten Rahmen gehaltenen Röhren den Vorzug geben.

Die Röhren, welche die Commission untersuchte, waren, obschon sie beinahe ein Jahr lang gedient hatten, doch noch innen sehr rein und unbeschädigt geblieben, obwohl die Winter 1837 und 1838 sehr kalt waren. Wir können uns daher nur günstig über dieses Instrument aussprechen, und müssen dessen Anwendung allen Dampfkesselbesizern angelegentlich empfehlen. Besonders rathen wir ihnen, zwei derselben an jedem Kessel anzubringen, damit, wenn das eine gereinigt oder reparirt werden muß, wenigstens das andere Dienste leistet. Man kann in diesem Falle den Schwimmer, der, wie wir schon in einem früheren Berichte über die Sicherheitsmittel sagten, das Unangenehme hat, daß er große Sorgfalt und Beaufsichtigung erheischt, weglassen. Die Stange des Schwimmers muß vollkommen freies Spiel in der Stopfbüchse haben, was man gewöhnlich nur durch einen geringen Verlust an Dampf, der ein unangenehmes Pfeifen erzeugt, erreicht. Die beständige Bewegung bewirkt eine sehr schnelle Abnüzung der Stange an dem innerhalb der Stopfbüchse gelegenen Theile derselben, und hiedurch wird deren Durchmesser so vermindert, daß, wenn der Schwimmer um ein Bedeutendes steigt oder fällt, ein nicht abgenüzter Theil der Stange in die Stopfbüchse gelangt und wegen seiner größeren Dike gar leicht das Spiel des Instrumentes unterbricht. Man hat seit einiger Zeit diesem Fehler des Schwimmers dadurch abgeholfen, daß man den ganzen Apparat