Text-Bild-Ansicht Band 72

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Die Wangen oder Baken bestanden aus Bohlen aus Ahornholz, welche durch Bänder und Bolzen zusammengehalten wurden. So boten nur die Holzfasern, die mit dem Cylinder, den der reibende Theil bildet, parallel waren, die Reibung dar. Sie waren zu diesem Behufe, wie die Zeichnung andeutet, mit Sohlen von 3 Zoll Breite besezt. Diese Sohlen waren wie die Dauben einer Transmissionstrommel geordnet, und zwischen jeder derselben war ein kleiner Raum gelassen, um dem Apparate Ausdehnung zu gestatten. Sie waren mit Schrauben mit ausgeränderten Köpfen fest in die Wangen geschraubt.

Die reibende Oberfläche der Rolle betrug 1,1932 Quadratmeter. Aus einem über der oberen Wange angebrachten Zuber, der mit einer Röhre und Hahn versehen war, konnte beständig durch ein in die Wange gebohrtes Loch ein dünner Wasserstrahl herabfließen. Zum Schmieren der Wangen diente eine Auflösung von grüner Seife in Wasser.

Ein einziger Arbeiter konnte diesen Zaum ohne alle Ermüdung handhaben.

In der beigefügten Zeichnung ist:

A die dem Versuche unterworfene Welle.

B die an ihr aufgezogene Rolle, welche auf die oben angegebene Weise mit Drukschrauben fixirt wurde.

C, C sind die hölzernen, mit eisernen Bändern beschlagenen Bohlen, die mit hölzernen Sohlen, welche sich an der Rolle reiben, besezt sind.

E, E ist der hölzerne Balancier, auf dem der der Welle A concentrische Kreisbogen F fixirt ist.

G ist die Platte des Gegengewichtes des Apparates.

H die Platte oder Schale für das Gewicht, welches die Triebkraft emporzuheben vermag.

K, K sind Bolzen, welche zur Regulirung der Reibung der Wangen dienen, und zwar mittelst der mit Hebeln versehenen Mutterschrauben L.

M der Zuber mit der Auflösung von grüner Seife in Wasser, deren Abfluß mittelst des Hahnes N regulirt werden konnte.