Text-Bild-Ansicht Band 72

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den Versuchen mit dem Deflectometer unterzog, gelangte ich zu einem Maaße der relativen Festigkeit oder Starrheit der Unterlage bei diesen beiden Bauarten. Da ich mit demselben Instrumente auch die Deflection der Schienen und das Niederdrüken der Steinblöke oder der Querschwellen an anderen Eisenbahnen gemessen habe, so ergab sich mir auch die Festigkeit und Starrheit der Unterlage bei diesem Bausysteme. Hieraus hätte sich nun allerdings durch Vergleichung die relative Starrheit der Unterlagen an der neuen und an den älteren Bahnen abnehmen lassen; allein da hiebei auch noch die Durchschnittsform der Holzbalken und der Schienen in Betracht zu ziehen kam, da diese bei einem und demselben Bausysteme verschieden seyn konnte, so war noch zu prüfen, wie viel von der Deflection auf Rechnung der Balken und wieviel auf Rechnung der eigenthümlichen Form der Schienen zu sezen sey. Ich schlage daher vor, dieselben Schienen, welche mit den fortlaufenden Unterlagen probirt wurden, auch mit den Steinblöken und Querschwellen zu probiren. Durch eine Verfolgung dieser Versuche unter allen verschiedenen Umständen hoffe ich zu Resultaten zu gelangen, welche nicht auf Ansichten und Meinungen, sondern auf genau erforschten Thatsachen beruhen.

Ich habe ferner, abgesehen von den Versuchen, welche ich zur Erläuterung aller der kleineren Details der verschiedenen Eisenbahnmechanismen anstellte und die ich hier nicht näher anführen will, so weit als mir Mittel hiezu zu Gebot standen, auch noch den Widerstand und die Reibung zu erforschen gesucht, welche die Schienen der Great-Western-Eisenbahn den über sie laufenden Wagen und Maschinen entgegensezen. Es fehlen mir aber noch die entsprechenden Versuche an anderen Bahnen, als daß ich in dieser Beziehung jezt schon einen vollgültigen Vergleich anzustellen vermöchte.

II. Auszüge aus dem Berichte des Hrn. John Hawkshaw, Esq.

Um das Gutachten, welches die Directoren von mir verlangten, gehörig ausführen zu können, mußte ich mich mit dem Charakter der ganzen Bahn bis zu ihrem Endpunkte in Bristol bekannt machen, und mich so genau als möglich über den auf ihr zu erwartenden Verkehr belehren. Ferner hatte ich den District, durch den die Bahn führte, und die Bevölkerung, von der ein Collateralverkehr zu erwarten stünde, reiflich zu untersuchen, und diese Punkte mit jenen an anderen bereits in Betrieb stehenden Bahnen zu vergleichen.

Diese Betrachtungen schienen mir um so nothwendiger, als sich mir beim ersten Anblike der neuen Bahn die Idee aufdrang, daß der größere Maßstab, den ich an allen Dingen bemerkte, wohl einen