Text-Bild-Ansicht Band 72

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beträgt der Verbrauch an Kohks auf die Tonne per Meile 1,1 und auf den Passagier per Meile 0,63 Pfd.

Was die Erweiterung der Spurweite an Ihrer Bahn anbelangt, so wurde darüber viel Absurdes zu Tage gefördert: einige versprachen sich davon Erfolge, die ans Wunderbare gränzten, und denen gemäß die Wagen beinahe von selbst hätten laufen müssen; andere dagegen erhoben ein solches Geschrei, daß man hätte meinen sollen, die Wagen könnten auf der neuen Bahn beinahe gar nicht laufen. Ich sehe an der ganzen Sache nichts anderes, als eine Eisenbahn mit größeren Dimensionen, als man diesen Bahnen bisher zu geben pflegte, wobei es sich darum frägt, ob diese Vergrößerung verständig ist, und ob es, wenn dem nicht so wäre, für die Direction in Betracht des Capitales, welches sie aufzuwenden hat, besser ist in diesen Dimensionen den Bau fortzuführen oder davon abzugehen?

Man kann zuvörderst ohne Zweifel sagen, daß man die Bahn eben so gut von 7 als von 5 Fuß Weite bauen kann, und daß die ganze Frage bloß den Kostenpunkt betreffe. Ganz irrig erscheint es daher, wenn Einige den anfänglichen schlechten Zustand Ihrer Bahn der größeren Spurweite zur Last legten. Ferner muß bei Erörterung der größeren Spurweite Alles unberüksichtigt bleiben, was nicht nothwendig mit dieser in Zusammenhang steht, und wozu das Legen der Bahn mit Pfählen, Maschinen von 16 Tonnen Schwere und Tunnels von 30 Fuß Durchmesser gehören. Ferner gestaltet sich die Frage ganz anders in England und ganz anders in Gegenden, wo beinahe noch keine Eisenbahnen bestehen. In England ist der große Stamm, der den Norden mit dem Süden verbindet, schon ganz fertig oder in der Ausbildung begriffen, und zwar mit einer Spurweite von 4 Fuß 8 1/2 Zoll, weil die mit dem Baue Beauftragten die Erfahrung an der Liverpool-Manchester-Eisenbahn für sich hatten und keinen Grund sahen, davon abzugehen. Diesen Hauptstamm kreuzt beinahe unter rechten Winkeln ein zweiter, der die westliche Küste mit der östlichen verbinden und dieselbe Spurweite bekommen soll. Andere größere Bahnen werden nach demselben Systeme gebaut, so daß man sagen kann, daß bereits 3/4 Englands mit Eisenbahnen von der kleineren Spurweite durchzogen sind. Hieraus folgt, daß sich jede von diesem Systeme abgehende Compagnie gleichsam isolirt, wenigstens was die Seitenäste und den zu erwartenden Collateral-Verkehr anbelangt; jede Verbindung mit den benachbarten größeren Bahnen ist dadurch unmöglich gemacht, und schon deßhalb allein hat in England jede Eisenbahngesellschaft reiflich zu erwägen, ob sie von den an der Mehrzahl der bestehenden Bahnen befolgten Dimensionen abgehen soll und darf.

Dessen ungeachtet können aber immer noch mit der Abweichung