Text-Bild-Ansicht Band 72

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schwierige und kostspielige Weise dasselbe zu erzweken, was auf anderem Wege weit einfacher und wohlfeiler wenigstens ebenso gut geschehen kann.

Die Locomotivkraft anbelangend muß ich mit Bezugnahme auf das bereits oben Gesagte nur noch bemerken, daß die Kraft Ihrer Maschinen den Lasten angemessen seyn soll. Maschinen, welche 200 Tonnen zu ziehen vermögen, zur Fortschaffung von Lasten, die im Durchschnitte nicht über 50 Tonnen wiegen, zu verwenden, hieße gerade so viel, als vor eine einfache Postkutsche 8 Pferde spannen. Das große Gewicht der Locomotiven ist ein positives Uebel, weil es umsonst fortgeschafft werden muß, weil es den Eisenbahnen mehr Schaden zufügt als irgend etwas anderes, und weil die Eisenbahnen deßhalb stärker gemacht werden müssen. Da dieses Uebel bis auf einen gewissen Grad nöthig und unvermeidlich ist, so soll man es wenigstens nicht über diesen Grad hinaus vergrößern. Das Gewicht der Maschine soll durch die im Durchschnitte zu transportirende Ladung und die Natur der Gradienten bestimmt seyn.

Es läßt sich nicht erwarten, daß Ihre Passagierzüge im Durchs schnitte größer oder schwerer seyn werden, als jene an der Grand-Junction-Eisenbahn. Gesezt, sie kämen ihnen an Gewicht gleich, so werden bei den flacheren Gradienten Ihrer Bahn Maschinen, die kaum mehr als 2/3 der Kraft der Maschinen der genannten Bahn besizen, und die also bedeutend leichter sind, zur Erreichung der auf dieser üblichen Geschwindigkeit genügen. Wollen Sie eine doppelt größere Geschwindigkeit, so brauchen sie kräftigere Maschinen, wobei aber nicht vergessen werden darf, daß die Kosten beinahe um das Doppelte steigen, und daß die größere Geschwindigkeit das aufzehrt, was durch die schwachen Gradienten an Ihrer Bahn gewonnen werden kann.

(Die Fortsezung folgt im nächsten Hefte.)

XL. Verbesserungen an den Ruderrädern, worauf sich William James Gifford, am Gloucester Place in der Grafschaft Middlesex, am 7. Sept. 1837 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem Repertory of Patent-Inventions. Januar 1839, S. 33.

Mit Abbildungen auf Tab. IV.

Fig. 13 gibt eine seitliche Ansicht eines meiner Erfindung gemäß gebauten Ruderrades. An der Haupt- oder Treibwelle a sind mittelst Keilen oder nach anderen bekannten Methoden die Seitentheile des Rades befestigt. In der Zeichnung sieht man die gegen