Text-Bild-Ansicht Band 72

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konnte, als es zu wünschen war. Sein Nuzen wird übrigens ein bleibender seyn; denn man kann sich desselben bedienen, um zu erfahren, in welchem Zustande sich eine neu gelegte oder eine beliebig lange Zeit gebrauchte Bahn befindet. Seine Angaben lassen von Seite der Baucontrahenten keine Einwendungen zu. Es ist klar, daß sich dessen Nuzen in der Praxis noch erhöhen läßt, wenn man dasselbe noch mit zwei anderen, auf demselben Principe beruhenden Instrumenten, von denen jedes auf einer Schiene zu laufen hätte, in Verbindung brächte. Diese beiden Instrumente würden nämlich, abgesehen von dem Register, welches das Hauptinstrument über die Abweichungen der beiden Schienen von einem gemeinschaftlichen Niveau führt, auch noch alle die Abweichungen von dem Niveau, welche an jeder einzelnen Schiene vorkommen können, aufzeichnen.

Instrumente zur Messung der Schwingungen der Wagen. – Quer über den Boden des Wagens läßt man von einem Schlage zum anderen eine eiserne Röhre laufen, von der aus an jedem Schlage ein senkrechter Arm auf ungefähr 12 Zoll Höhe emporsteigt. Der horizontale Theil dieser Röhre wird mit Queksilber gefüllt, und zwar so, daß das Queksilber auch noch auf einige Zoll über den Winkel, den die Röhre bildet, in den senkrechten Röhren emporreicht. Die Einrichtung ist also derjenigen ähnlich, welche an dem Instrument zum Messen des Niveau's der Schienen getroffen ist. Die Hauptunregelmäßigkeit in der Bewegung der Eisenbahnwagen besteht in einer seitlichen Schwingung zwischen den Schienen, und diese wirkt unmittelbar auf die Queksilbersäule in der Röhre, so daß diese Säule in den senkrechten Röhren in dem Maaße schwanken wird, als die seitlichen Schwingungen des Wagens groß sind. In einem der senkrechten Röhrenarme ist auf dem Queksilber ein Schwimmer anzubringen, dessen Stange mittelst eines Zeichenstiftes auf die oben angegebene Weise die einzelnen Schwingungen auf Papier verzeichnet. – Die Wagen haben aber auch noch eine andere Schüttelbewegung, welche zum Theil aus der seitlichen Schwingung, zum Theil daraus erwächst, daß die eine oder die andere Seite des Wagens sich abwechselnd auf und nieder bewegt, sey es, daß dieß durch die Unregelmäßigkeiten des Niveau's der Schienen, oder dadurch veranlaßt wird, daß die konischen Radkränze in Folge der seitlichen Schwingungen an den Schienen hinauf oder herab steigen. Diese Schüttelbewegung bewirkt, daß ein an der einen oder anderen Seite des Wagens befindlicher Körper abwechselnd und in entsprechenden Zwischenzeiten um eine entsprechende Streke auf und nieder bewegt wird. Diese Bewegung nun wurde auf folgende Weise gemessen. Zur Seite der Wagen wurde einem der Schläge zunächst ein Heberbarometer