Text-Bild-Ansicht Band 67

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Dem Christopher Nickels, in Guilford Street, Lambeth, Grafschaft Surrey: auf ein verbessertes Verfahren Leder und andere Substanzen erhaben oder vertieft zu druken. Dd. 21. Nov. 1837.

Dem Elisha Wilde, Ingenieur in Birmingham: auf Verbesserungen an den Dampfmaschinen für Dampfwagen und zu anderen Zweken. Dd. 21. Nov. 1837.

Dem James Matley, in Manchester: auf Streichmaschinen, die beim Druken der Kattune, der wollenen Tücher, des Papiers etc. mittelst Holzformen anwendbar sind. Dd. 23. Nov. 1837.

Dem James Jamieson Cordes, im Idol Lane in der City von London: auf einen verbesserten Apparat zum Enthülsen des Reißes. Dd. 25. Nov. 1837.

Dem Henry Purser Vaile, Civilingenieur in Oxford Street, Grafschaft Middlesex: auf Verbesserungen an den Schienen für Eisenbahnen. Dd. 25. Nov. 1837.

Dem Richard Tappin Claridge am Strand, Grafschaft Middlesex: auf einen Kitt oder ein Cement, welches zum Pflastern der Straßen, zum Deken der Dächer und zu allen Zweken anwendbar ist, wozu man sonst Cement, Blei, Zink etc. gebraucht. Von einem Ausländer mitgetheilt. Dd. 25. Nov. 1837.

Dem Samuel Cocker, in Porter Works, Sheffield: auf Verbesserungen in der Fabrication der Nadeln. Dd. 25. Nov. 1837.

Dem Thomas Moore, in Ison Green, Grafschaft Nottingham: auf Verbesserungen am Strumpfwirkerstuhle. Dd. 27. Nov. 1837.

Dem Samuel Draper, in Bradford in der Grafschaft Nottingham: auf sein verbessertes Verfahren gemusterte Spizen und Gewebe zu fabriciren. Dd. 27. Nov. 1837.

Dem John Dover und William Jones, beide in London: auf Verbesserungen im Filtriren der Flüssigkeiten. Dd. 28. Nov. 1837.

Aus dem Repertory of Patent-Inventions, Decbr. 1837, S. 376.

Lemoine's Verbesserung an den Dampfkesseln.

Viele Dampfmaschinenbesizer haben auf die Verwendung des Verdichtungswassers zur Speisung der Kessel mit Wasser verzichtet, weil dieses Wasser auf seinem Wege durch die Cylinder, den Conductor etc. Oehl aufnahm, und weil dieses Oehl, indem es eine theilweise Zersezung erleidet, eine Art von Kitt bildet, der sich an die Ventile der Speisungspumpen ansezt, und der endlich das Spiel der Maschine beeinträchtigt. Man nimmt daher häufig lieber frisches Speisungswasser zu 11 bis 12° als das Verdichtungswasser mit 28 bis 32°, welches seiner höheren Temperatur wegen viel vortheilhafter wäre. Hr. Lemoine in Rouen hat nun aber eine Einrichtung getroffen, welche in dieser Hinsicht allen Anforderungen entspricht. Er läßt nämlich das kalte Speisungswasser in entgegengesezter Richtung mit dem Dampfe durch die Röhren strömen, welche den Dampf an den Verdichter führen. Das Wasser erlangt hiebei eine Temperatur von 50 bis 55°, und geht in einen Behälter über, aus dem es mittelst einer Speisungspumpe in den Kessel getrieben wird. Die Vortheile, welche diese Methode gewährt, springen von selbst in die Augen. (Aus dem Mémorial encyclopédique, Okt. 1837.)

Passot's Mittel gegen die Explosionen der Dampfkessel.

Hr. Passot hat, wie das Echo du monde savant, No. 285 berichtet, ein Mittel zur Verhütung oder wenigstens Verminderung der Gefahr der Explosionen der Dampfkessel in Vorschlag gebracht. Nach feiner Ansicht soll nämlich in dem oberen Theil eines ziemlich großen Luftmanometers eine Gloke angebracht werden, die sogleich in Thätigkeit kommt. Schallende Körper geben bekanntlich, wenn sie in einer comprimirten Gasmasse angeschlagen werden, einen um so intensiveren Ton, je starker die Compression ist. Wird daher die Gloke in verdünnter Luft aufgehängt, so wird sie anfangs nur einen sehr schwachen Ton geben; der Ton wird aber um so stärker werden, je mehr die Spannung des Dampfes zunimmt, so daß also das Geräusch so groß wird, daß der Heizer nothwendig darauf Aufmerksam wird, bevor die Gefahr noch einen drohenden Grad erreicht hat.