Text-Bild-Ansicht Band 67

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hingegen nicht vorhanden, so wird er auf der dem größeren Gewichte gegenüber liegenden Seite stehen bleiben.“ (Echo du monde savant, No. 285.)

Lang's Verbesserungen an den Maschinen zum Vorspinnen und Spinnen von Flachs, Hanf und anderen Faserstoffen.

Nach dem London Journal of arts, November 1837, S. 97, betreffen die Verbesserungen, auf welche sich James Lang, Flachszurichter von Greenock in North Britain, am 24. Sept. 1831 ein Patent ertheilen ließ, mehrere Maschinen, womit Flachs, Hanf und andere Faserstoffe zum Behufe der Erzeugung von grobem Garne zu Leinen, Striken und Tauen ausgebreitet, gehechelt, ausgezogen, vorgesponnen und gesponnen werden soll. Die Maschinen, deren sich der Patentträger bedient, sind die gewöhnliche Gill, und die bekannte Bobbin- and Fly-Frame, an denen er nur folgende Modifikationen als seine Erfindung in Anspruch nimmt. 1) die Verschiebung der Speisungswalzen der Gill durch Verschiebung des Rahmens, in welchem sie umlaufen auf einer schief laufenden Leiste, um auf diese Weise die Entfernung dieser Walzen von den Hecheln nach der Länge des zu behandelnden Flachses oder Hanfes zu adjustiren. In einigen Fällen, d.h. wenn die Fasern sehr kurz sind, kommen zwei Paar Speisungswalzen, die ihre Umlaufsbewegung durch ein Räderwerk erhalten, in Anwendung. 2) das Durchführen der von den Strekwalzen herab gelangenden Flöthen durch Trompetenröhren, die innen mit Filz oder einem anderen Materiale ausgefüttert sind, damit sie eine größere Festigkeit oder Dichtheit bekommen, bevor sie von der unterhalb befindlichen Bobbin- and Fly-Frame gedreht und aufgewunden werden. 3) eine Vermehrung des Zuges der Spule an der Spindel, damit sie das Garn mit größerer Spannung aufwindet. Dieß wird durch zwei unter der Spule angebrachte hutförmige Verkuppelungsoberflachen, die durch adjustirbare Federn an einander gedrükt werden, bewirkt. 4) die Verbindung obiger Maschinen, in denen der Flachs oder Hanf zuerst ausgebreitet und dann durch Walzen an die Hecheln der Gill abgegeben wird, wobei die Fasern von den adjustirbaren Speisungswalzen in gewissen Längen zurükgehalten werden, während die Hecheln durch sie gehen, und sie gerade kämmen. Die Flöthe läuft hierauf durch die Strekwalzen, um dann in Kannen herab zu gelangen. Eine weitere Hechelung und Ausziehung zum Behufe einer weiteren Verfeinerung der Fasern wird in einer zweiten Gill vollbracht, in der zwei Flöthen zugleich der Behandlung unterliegen. Dieß kann sich noch ein drittes und viertes Mal auf ähnliche Weise wiederholen. Auf dem Wege von den lezten Strekwalzen an die Vorspinnmaschine haben die Flöthen durch die erwähnten, mit Filz gefütterten Trompeten zu laufen, damit sie vor dem Beginnen der Drehung noch mehr geglättet werden. Die Spulen erhalten zum Behufe einer größeren Spannung des Garnes auf die beschriebene Weise eine Retardirung.

Jollivet's Beschlag der Spizen der Schnürriemen.

Der Metallbeschlag, den man den Spizen der Schnürriemen gibt, geht gewöhnlich leicht los, und ist diesem Uebelstande durch Verzahnungen, welche in dem Messing angebracht sind, abgeholfen worden, so brechen die Beschläge wegen der zu geringen Stärke des Messings in der Nähe des Kopfes leicht ab. Den beiden Mängeln hilft Hr. Jollivet ab, indem er Messingstüke von der Gestalt eines länglichen Trapezes, dessen Ränder nirgendwo Verzahnungen zeigen, und Nadeln nimmt, welche an dem dem Kopfe entgegengesezten Ende dünn zulaufen und hakenförmig gebogen sind. Der Schnürriemen wird an diese Nadel angehakt, und wenn dieß geschehen ist, rollt man das Messing mit einer Zange darüber, um endlich das Ganze zur Abrundung durch die Löcher eines Zieheisens zu ziehen. Der am Ende befindliche Nadelkopf macht das sonst übliche Anlöthen einer Perle an dem Ende überflüssig. (Aus dem Journal des connaiss. usuelles.)