Text-Bild-Ansicht Band 67

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dem Apophyllit und Chabasit, an denen er doch an verschiedenen Theilen ihrer Krystalle verschiedene Grade einer außerordentlichen Strahlenbrechung bemerkte. Er findet in dieser eigenthümlichen Structur des Diamant einen neuen Beweis für dessen vegetabilischen Ursprung, und stellt die Vermuthung auf, daß sich derselbe durch die Ablagerung einzelner Schichten unter sehr verschiedenem Grade des Drukes gebildet haben möchte. – Auf diese Behauptungen des gelehrten englischen Optikers erwidern die HH. Trecourt und Gg. Oberhäuser in Paris, daß sie schon im Jahre 1835 an den von ihnen für Mikroskope gearbeiteten Diamantlinsen feine Streifen bemerkt hätten, die aber ihren Beobachtungen gemäß nichts weiter seyen, als dünne prismatische Canäle, die sich bei der Krystallisation des Diamant bilden, gleich wie man ihrer auch in den Krystallen mehrerer Salze, z.B. des Salpeters bemerkt. Man kann an dem Diamant nach den verschiedenen Richtungen des Blatterdurchganges mehrere Reihen dieser Linien oder Canäle beobachten; einige erscheinen mit ihren Enden als Spizen, andere sind gebrochen und endigen sich unter einem Winkel. Einige sind von solcher Breite, daß sich deren Gestalt und Beschaffenheit wohl erkennen läßt. Hieraus würde den beiden leztgenannten Optikern gemäß folgen, daß die erwähnten Linien keineswegs Durchschnitte eben so vieler Schichten von verschiedener Dichtheit sind, und daß der Diamant keineswegs vegetabilischen Ursprunges ist, wie Hr. Br. meint, sondern daß er eben so krystallisirte wie viele andere Mineralien. Die Unbrauchbarkeit mancher Diamantlinsen rührte hienach auch nicht von dem Vorhandenseyn dieser Linien, sondern vielmehr von einigen Schwierigkeiten in der Verfertigung der Linsen, die jedoch nicht unüberwindlich seyn dürften, her. Es können sich, wie man bemerkte, in den hohlen Linien Theilchen des Diamantpulvers ablagern, die, indem sie sich später losmachen, der Politur nachtheilig werden und selbst ein abermaliges Poliren nöthig machen. (Echo du monde savant.)

Frankreichs Handel im Jahre 1836.

Die französische Zolladministration hat so eben den amtlichen Bericht über den Handel Frankreichs mit seinen Colonien und dem Auslande bekannt gemacht. Die wesentlichen Resultate sind: Im Jahre 1835 betrug die Einfuhr einen Werth von 760,726,696 Fr., im Jahre 1836 einen solchen von 905,575,359 Fr., wofür in ersterem Jahre 102,512,926 Fr, in lezterem 105,395,522 Fr. Zoll bezahlt wurden. Die Gesammtausfuhr betrug i. J. 1835 einen Werth von 834,422,218 Fr., worunter für 577,413,633 Fr. französische Fabricate im Jahre 1836 stieg sie auf 961,284,756 Fr., wovon 628,957,480 Fr. auf französische Waaren kamen. Der Ausfuhrzoll betrug im Jahre 1835 nur 1,155,105 Fr., im Jahre 1836 nur 1,398,187 Fr. Der Werth der mit Prämie ausgeführten Fabricate betrug im Jahre 1835 nicht weniger als 97,950,180 Fr., wofür 9,402,486 Fr. Prämien oder Rükzoll bezahlt wurden; im Jahre 1836 stieg der Werth auf 120,563,734 Fr. und die Prämie aus 10,989,434 Fr. In den Entrepots verblieben im J. 1835 Waaren im Werthe von 146,480,796 Fr., im Jahre 1836 für 165,380,471 Fr. Der Transit, welcher im Jahre 1835 zu 158,467,407 Fr. angegeben war, erreichte im Jahre 1836 eine Höhe von 204,378,149 Fr. – An Geld, welches unter obigen Angaben nicht begriffen ist, ward, so viel als hergestellt werden konnte, im Jahre 1836 die Summe von 116,781,318 Fr. ein-, und die Summe von 102,401,114 Fr. ausgeführt. (Mémorial encyclopédique.)

Zur Statistik Frankreichs.

Das Echo du monde savant, No. 87, zieht aus einem amtlichen statistischen Berichte des französischen Handelsministeriums Folgendes aus:

Frankreich hat einen Flächenraum von 52,780,713 Hektaren, welche sich folgender Maßen vertheilen:

Akerland 25,000,000 Hect.
Wiesen 4,834,000 –
Weinberge 2,135,000 –
Waldungen 7,422,000 –
Haiden, Triften u. unbebautes Land 7,799,000 –
Straßen, Wege etc. 1,225,000 –
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48,650,000 Hect.