Text-Bild-Ansicht Band 67

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Die übrigen 4 Millionen kommen auf Flüsse, Seen, Weiher, Sümpfe. Hieraus ergibt sich, daß beinahe 8 Mill. Hektaren unbebaut liegen, und nimmt man an, daß nur die Hälfte hievon kulturfähig ist, so sieht man, daß noch für einen bedeutenden Zuwachs an Menschen Raum ist.

Was die Communicationsmittel betrifft, so zählt Frankreich hieran im Ganzen eine Streke von 213, 780 Stunden; nämlich an:

630 Staatsstraßen 8630 Stunden
1,380 Departementalstraßen 9150 –
168,000 Vicinalwegen 193,000 –
Schiffbaren Flüssen 2000 –

Die Pflasterung einer Stunde Staatsstraße kommt auf 176,000 Fr., und die neue Ueberführung einer gleichen Streke auf 78,000 Fr.

An Häusern und sonstigen Wohngebäuden werden gezählt 6,649,551
An Wind- und Wassermühlen 82,946
An Hämmerwerken und Hohöfen 4,425
An Fabriken und anderen Werkstätten 38,314
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Summa 6,775,236

welche zusammen einen Flächenraum von 241,841 Hectaren einnehmen. Hierunter sind jedoch nicht begriffen die öffentlichen Gebäude, Magazine, Casernen etc., welche beinahe 98, 000 an der Zahl, einen Flächenraum von 22,639 Hektaren einnehmen.

Frankreich zählt gegen 6,800,000 Familienvater, wonach also wie in anderen Staaten Europa's auf eine Familie 5 Individuen kommen.

Frankreichs Steinkohlenstatistik.

Die Steinkohlengruben Frankreichs haben vom Jahre 1834 bis zum Jahre 1835, wie die General-Bergwerks-Administration in ihrem Berichte zugesteht, nicht in dem gewünschten Grade an Umschwung gewonnen. Während nämlich die Gesammtausbeute im Jahre 1834 schon 24,898,400 metr. Cntr. ausmachte, war sie im Jahre 1835 nicht höher als auf 25,064,166 metr. Cntr. gestiegen. Die in 46 Steinkohlenformationen und 33 Departements vertheilten Steinkohlengruben beliefen sich im Jahre 1834 auf 157; im Jahre 1835 zahlte man ihrer hingegen 211 mit 51 Maschinen mehr als im vorhergehenden Jahre. 17,440 an ihnen beschäftigte Arbeiter brachten 23,179,613 metr. Cntr. oder 24,922,977 Hektoliter Steinkohlen aus, deren Werth, den Hektoliter im Durchschnitt zu 89 Cent, angeschlagen, 18,723,656 Fr. betrug. Die 70 bestehenden Braunkohlengruben, und die 37 Anthracitbergwerke lieferten zusammen nur 1,885,553 metr. Cntr. Brennmaterial. (Aus dem Mémorial encyclopédique.)

Ueber die Dachbedekung mit Zink.

Der von einer Specialcommission erstattete Bericht über die beste Dachbedekung für die Cathedrale in Chartres hat viele Vorschlage veranlaßt; unter anderen hat namentlich Hr. Lebobe die von ihm erfundene Zinkdekung. die schon seit einigen Jahren im Großen benuzt wird, zur Kenntniß der Akademie in Paris gebracht. Nach der Ansicht dieses Mannes müssen die Vorwürfe, die man der Dekung mit Zink macht, nicht den Eigenschaften dieses Metalles, sondern der unzwekmäßigen Anwendung desselben beigerechnet werden. Will man nämlich große Platten haben, so bekommt man sie nicht immer von ganz gleicher Dike, und die Folge ist, daß die durch die Ausdehnung und Zusammenziehung veranlaßten Bewegungen nicht überall regelmäßig ausfallen, und daß also an den schwächeren Stellen beständig Zerreißungen eintreten müssen. Dazu kommt noch, daß sich der Wind in den größeren Platten leichter fangt, und daß, wenn nur ein Mal eine Eke aufgehoben worden ist, die ganze Platte in einem Nu weggerissen wird. Alles dieß fällt weg, wenn man nach Lebobe kleine Platten von der Größe einer gewöhnlichen Schiefertafel anwendet, und wenn man die Befestigungspunkte der Platten im Verhältnisse ihrer Größe bedeutend vermehrt, ohne jedoch den freien Durchgang der Luft zu beeinträchtigen. Endlich hat Hr. Lebobe auch ein Mittel zur Abwendung der Wirkungen der Capillarität gefunden, welche sich so häufig an den mit Eisen und Kupfer gedekten Gebäuden, z.B. auf den Speichern der