Text-Bild-Ansicht Band 67

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besseren Beförderung des Zuges nicht horizontal, sondern in einem Winkel von 6 bis 7 Grad gegen die Thür geneigt; der innere Raum des Ofens hat eine Höhe von 16'', und endigt an der Hinteren Seite in einen in der Wölbung des Ofens aufgemauerten, schornsteinähnlichen Zugcanal, welcher in die gewöhnliche Esse mündet. Sobald das Feuer im Ofen brennt, wird derselbe durch eine starke eiserne Thür, welche zwei etwa 3'' breite Einschnitte von 10–12'' Länge hat, verschlossen; durch diese Einschnitte wird es alsdann möglich, mehrere in Zangen gehaltene Sensen zu gleicher Zeit in der Gluth des Feuers zu erwärmen und außerdem den Zug zu befördern. Sollte indeß der Arbeiter aus irgend einem Grunde vorziehen, gleichzeitig nur eine Sense zu erwärmen, so ist es gewiß rathsam, nur einen Einschnitt in der Thüre zu haben, oder doch den zweiten mit einer solchen Einrichtung zu versehen, daß derselbe schnell und willkürlich verschlossen und geöffnet werden kann. Der Ort, an dem man einen Ofen dieser Art bauen will, ist wegen des erforderlichen Luftzuges sehr zu berüksichtigen, namentlich ist ein mit der vorderen Seite des Ofens parallel laufender Zug gänzlich zu vermeiden. Ein in dem Schlote angebrachter Schieber ist zur Regulirung des Zuges in vielen Fällen von Nuzen. – Obgleich nun wohl, um die Zugluft auf das Feuer des Ofens in hinreichender Menge wirken zu lassen, mehrere dieß bezwekende Anordnungen an dem eben beschriebenen Ofen angegeben sind, die, je nachdem es die Localität verlangt, einige Modificationen erleiden, so treten doch zuweilen hindernde Umstände ein, z.B. widriger Wind, Verstopfung des Rostes u. dergl. m., welche es für einige Zeit nicht gut möglich machen, das Feuer in der gewünschten oder erforderlichen Temperatur zu erhalten. Um daher einen solchen Uebelstand zu beseitigen, hat man an der Seitenwand des Ofens, etwa 2–3'' über der Rosthöhe und mit dem Roste parallel fortlaufend, einen Kasten von Eisenblech angebracht, welcher die Stelle eines Windregulators vertritt. Die Form dieses Kastens ist ein längliches Vierek, dessen Länge 2', dessen Höhe und Breite 6'' beträgt; in einer der langen Seiten des Kastens sind drei aus Stabeisen bestehende Gebläsformen mit sehr engen Mündungen angebracht, welche in der Mauer des Ofens horizontal, und nach dem Schlote des Ofens gerichtet, befestigt werden, durch dieselbe ins Feuer reichen, und somit den Kasten am Ofen befestigen. In der gegenüber liegenden Seitenwand des Kastens, also in der äußeren Seite, ist nur eine Oeffnung nothwendig, um den erforderlichen Wind in den Kasten zu bringen. Dieß Leztere geschieht mit großer Leichtigkeit mittelst der Anlegung einer eisernen Röhre zwischen den in schon bestehenden Blankschmieden vorhandenen Blasebalgen