Text-Bild-Ansicht Band 67

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und D, über welche das endlose Tuch des Siebes E lauft; von diesen begibt es sich unter den Apparat mittelst zweier anderen Rollen F und G, die am unteren Theile der Stüzen B befestigt sind. Unter der unteren Rolle F befindet sich ein kleiner Behälter H, welcher die Farbe enthält, und mit einer kleinen Speisungswalze J versehen ist.

Von einer umlaufenden Trommel her geht nun ein Laufband über die Rolle F, die sich über der Speisungswalze J befindet, und dreht so das Siebtuch E, welches sich mit Farbe beschikt, indem es zwischen diesen zwei Walzen hindurchgeht.

Zwischen der unteren Walze oder Rolle F und der oberen Rolle C befindet sich ein eiserner oder messingener Streicher K, der alle überflüssige Farbe von dem Tuche wegzunehmen hat; dieses gelangt dann mit Farbe beschikt wieder auf den oberen Theil des Apparates, wo der Druker seine Form auf gewöhnliche Art aufsezt.

Dieser Streichapparat, welcher an und für sich und wegen der erforderlichen Triebkraft schon ziemlich kostspielig ist, hat den Nachtheil, daß man viel Siebtuch braucht, daß die Farbe der Luft eine große Oberfläche darbietet und daß er weder für zarte Muster noch für alle Verdikungsmittel anwendbar ist. Auch darf man nicht vergessen, daß der Druker seinen Streichknaben beim Auflegen des zu drukenden Zeuges auf den Druktisch und beim Zurükziehen davon oft wohl brauchen kann.

Glanzpapier für die Druker. Bekanntlich braucht man in allen Drukereien und besonders beim Druken der Shawls sehr viel Papier. In England benuzt man jezt statt des gewöhnlichen Papiers ein Glanzpapier, welches sich beinahe zwei Monate lang verwenden läßt, während das gewöhnliche Papier im Verlauf eines Tages unbrauchbar wird. Es wird folgender Maßen bereitet: man löst in

1 Liter gekochten Leinöhls

2 Loth gelbes Wachs und

2 Loth gepulverten Bleizuker auf.

Nachdem dieses Gemenge bis zur Auflösung des Wachses erhizt worden ist, breitet man den Firniß mit einer Bürste auf beiden Seiten des Papieres aus. Hierauf hängt man dasselbe acht Tage lang an einem luftigen Orte auf, um es zu troknen.

In einigen Fabriken benuzt man anstatt Papier auch Wachsleinwand; diese kann aber wegen ihrer Dike zarten Drukformen leicht nachtheilig werden.

Bleichen. Die Engländer bleichen in der Regel mit weniger Operationen und wir weniger Sorgfalt als wir ihre Stüke rein weiß,