Text-Bild-Ansicht Band 67

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Feuer gleichförmig; auch kann ein einziger Arbeiter dann sechs Feuer bedienen. Die Roststangen müssen aber einander sehr nahe liegen, damit von den kleineren Steinkohlenstüken nicht zu viele hindurchfallen können.

Indessen ist dieser Apparat immer weit vortheilhafter für Spinnereien als für die Dampfkessel der Färbereien, weil man bei lezteren die Dampferzeugung nicht gleichförmig betreiben kann, sondern bald beschleunigen, bald vermindern muß. Ein solcher mechanischer Heizer kostet in Manchester 28 Pfd. Sterl.

Dampfkessel. Wo mehrere Dampfkessel neben einander stehen, pflegt man sie in England durch eine Röhre zu verbinden, damit, wenn in einem derselben in Folge eines Fehlers des Schwimmers, der Wasserstand zu tief sinkt, er sich durch die Verbindungsröhre mit dem Wasser der anderen Kessel speisen kann.

Apparate zum Filtriren des Wassers. Die Verfahrungsarten beim Filtriren des Wassers mußten besonders unsere Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen und wir wollen daher die verschiedenen Filtrirapparate, welche wir zu sehen Gelegenheit hatten, genau beschreiben.

Auf folgende Art wird das Seinewasser an der Pont-Marie in Paris zum Gebrauch der Haushaltungen filtrirt. Das Wasser wird zuerst von der Seine in vier große Kufen A (Fig. 4) gepumpt; diese bestehen aus Eichenholz, sind 15 Fuß hoch und haben 8 bis 9 Fuß im Durchmesser. In ihnen läßt man das Wasser einige Stunden ruhig stehen, damit sich die größten Unreinigkeiten daraus absezen. Dann wird es durch sechs Pumpen B, welche in die Kufen A bis auf einen Fuß von ihrem Boden einmünden, gehoben. Die Pumpenkörper B sind in zwei ovalen Behältern C befestigt, von denen der eine über dem anderen angebracht ist; der obere gießt nämlich das Wasser in den unteren in Form eines Wasserfalles über. Von diesen Behältern C tritt das Wasser in hölzerne Canäle D, welche 9 Zoll hoch und eben so breit sind. Diese Canäle D sind mit Röhren E versehen, wodurch das Wasser in Filtrirkästen G ausläuft. Das Wasser sezt auf seinem Wege durch die Canäle D noch einen Theil seiner Unreinigkeiten ab; man stekt daher vor die Austrittsöffnungen Schwämme F, um dieselben zurükzuhalten. Die Filtrirkästen G sind gerade unter den Röhren E angebracht und jeder erhält sein Wasser in drei Strahlen.

Die Kästen G enthalten ein Gemenge von feinem Sand, Kies und Holzkohle. Den Sand erhält man durch Zermalmen des Pariser Pflastersteins. Den Kies nimmt man in nußgroßen und die Holzkohle in erbsengroßen Stüken. Von diesem Gemenge kommt