Text-Bild-Ansicht Band 67

Bild:
<< vorherige Seite

Reservoirs eine 12 bis 14 Zoll hohe Schichte 6 bis 8 Zoll großer Steine, hierauf eine 6 Zoll hohe Schichte Kies, auf diesen eine zwei Zoll dike Schichte groben Sand und endlich noch eine 14 Zoll dike Schichte feinen Sand.

Man läßt nun auf dieses Filter das Wasser laufen, welches, indem es die filtrirende Masse durchstreicht, die in ihm schwebenden Unreinigkeiten absezt. Es ist unnüz sich einen Behälter für das filtrirte Wasser anzuschaffen, weil es in dem Maaße als man es braucht, in die Ateliers herabläuft, selbst wenn man davon sehr viel verbraucht.

Um das Filter in gutem Zustande zu erhalten, braucht man es nur monatlich ein Mal auslaufen zu lassen und mit einem Streichholz beiläufig einen halben Zoll von der verunreinigten Sandschichte zu beseitigen, weil diese sonst das fernere Einsikern des Wassers erschweren würde. Wenn dieser Sand in Kufen mit Wasser ausgewaschen worden ist, kann man ihn wieder anwenden. Jedes Jahr muß die obere Schichte feinen Sandes ganz erneuert werden. Die unteren Schichten von Kies und Steinen bleiben immer.

Wir haben in Manchester eine sehr große Färberei gesehen, welche bloß über Brunnenwasser und ein wenig Quellwasser verfügen kann. Jenes enthält viel Kalk und dieses ist eisenhaltig. Diese beiden Wasser werden zu gleichen Theilen in eine Röhre gepumpt; darin vermischen sie sich und laufen dann in einen großen Behälter wo sie durch gegenseitige Zersezung das Eisen und einen Theil des Kalks absezen; erst von diesem Behälter aus läuft das Wasser dann in ein Filter um geläutert zu werden.

Wenn man nur ein trübes oder mit Pflanzenstoffen verunreinigtes Wasser zu Gebot hat, thut man gut dasselbe in einem besonderen Reservoir sich abklären zu lassen, ehe man es auf die Filter gelangen läßt.

Das zweite Filter, welches wir beschreiben wollen, ist noch einfacher als das erste. Es beruht auf dem Princip, daß man dem Wasser nur eine große Oberfläche der es reinigenden Masse darzubieten suchen muß, und daß die Dike dieser Masse eher ein Hinderniß als von Vortheil ist.

Um dieses in Fig. 7 abgebildete Filter herzustellen errichtet man zuerst ein Reservoir wie für das vorhergehende und dann auf dem Boden desselben Canäle aus gewöhnlichen Bausteinen, aber ohne darauf Luftröhren anzubringen. Alsdann gibt man eine 12 bis 18 Zoll dike Schichte Steinkohlenrükstände hinein, und zwar die gröberen Theile unten hin, die feinsten aber zuoberst. Das Wasser läuft von Oben in das Filter hinein und begibt sich dann wie im vorhergehenden