Text-Bild-Ansicht Band 67

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An dem einen Ende der Welle C dieser Winde befindet sich eine Dille, in welche der vierekige Zapfen b, Fig. 6, der Achse des Aushebrades einpaßt. Diese Einrichtung ist getroffen, damit man die Winde, wenn sie mit Seide beladen ist, abnehmen kann. Die sechs mit Seide umwikelten Spulen D sind unter der Winde aufrechtstehend auf dem Brette E angebracht, und an deren Achsen sind die Flügel F befestigt. G ist der Aushebhebel, an dessen Ende sich eine Kugel befindet. H ist eine Kurbel, an deren Welle ein hölzernes Zahnrad I aufgezogen ist, welches in ein anderes, gleichfalls hölzernes Zahnrad J eingreift. Lezteres ist durch zwei Klauen mit einem Sperrrade K, dessen Zwek weiter unten angedeutet werden soll, verbunden. Die Welle L des Rades I läuft mit ihrer Spize in der Pfanne a, Fig. 6, und weicht zurük, wenn man die Welle der Winde, die durch den vierekigen Zapfen b mit der Welle L in Zusammenhang steht, abheben will. Die Führer (barbins) c sind mit ihren Fersen an einer Stange d aufgezogen, welche zum Behufe der Bildung einer neuen Flotte einer Hin- und Herbewegung theilhaftig wird. Diese Führer sind, wie aus Fig. 8 erhellt, mit einem Charniergelenke versehen, damit sie niederfallen können, wenn der Faden bricht.

Wenn die mit Seide beladenen Spulen auf die Latte E gesezt worden sind, so führt man den Faden durch den Flügel F, und von da über eine Querstange f', welche mit einem Glasstabe ausgestattet ist. Von hier aus läuft der Faden unter einem Winkel an den Führer, um dann an der Winde oder an dem Haspel befestigt zu werden. Wenn diese Operation an allen sechs Spulen wiederholt worden ist, so dreht man die Kurbel H um. Während die Winde umläuft, kreuzt sich der Faden beständig auf der Flotte, und zwar in Folge der Hin- und Herbewegung, die den Führern durch den Kniehebel e mitgetheilt wird. Dieser Hebel ist nämlich an dem Läufer (patin) f der Stange d befestigt, und gelangt in die verschiedenen Stellungen, welche in Fig. 1 durch Punkte angedeutet sind. Das entgegengesezte Ende der Stange d läuft auf einer kleinen Rolle g.

Die Versezung der Führer wird durch die Winde selbst hervorgebracht. Die Welle C ist zu diesem Behufe, wie Fig. 4 zeigt, mit einem Zahnrade o versehen, welches in das Rad p eingreift. Lezteres führt ein anderes Rad q, und an diesem ist excentrisch eine Stange r befestigt, welche sich während des Umlaufens der Winde auf und nieder bewegt. Die Stange r steht mit einem horizontalen Hebelarme s, Fig. 1, in Verbindung, der, indem er an der Stange e befestigt ist, erstere in Schwingung versezt, und mithin die Hin- und Herbewegung der Führer und die Kreuzung des Fadens bewirkt.