Text-Bild-Ansicht Band 67

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die den Erfolg mit größerer Sicherheit als die bisherigen verbürgen. Wenn nur erst richtigere Ansichten der Sache gewonnen und solche verdrängt sind, unter denen sich Verbesserungen als überflüssig darstellen; wenn insbesondere die Meinung aufgegeben ist: eine unsterbliche, die sicherste und vollkommenste Verfahrungsweise sey bereits in Anwendung. Wenn schon jezt nicht mehr bezweifelt werden kann: es könne durch bekannte und übliche Verfahrungsarten aus den Runkelrüben Zuker dargestellt werden, der bei der ersten Operation zwar gelb oder bräunlich gefärbt, durchaus aber nicht klebrig, sondern körnig ist, der im trokenen Zustande mit der Hand ohne besondere Anstrengung zerdrükt und wie Sand ausgestreut werden kann, dessen aus 100 Pfd. Runkelrüben gewonnene Quantität 5 Pfd., aus 100 Pfd. Saft 6 2/3 Pfd. betrage, vielfältig aber auch behauptet wird, dessen Qualität könne noch besser und die Quantität viel bedeutender seyn, beide seyen nur bei fehlerhaftem Verfahren geringer: so erscheint die Annahme einer durchschnittlichen Ausbeute von 5 Pfd. Rohzuker, von der hier bezeichneten Beschaffenheit, gerechtfertigt, und kann einstweilen weder übertrieben noch zu gering geachtet werden. Diese Annahme wird so lange wenig von der Wahrheit abweichen, als die Preisfrage nicht gelöst ist, welche die Société d'encouragement in Paris im vorigen Jahre aufgegeben hat, worin gesagt wird: daß ungeachtet Rüben, welche auf geeignetem Boden gebaut werden, und, wann ihr Saft an Beaumé's Aräometer 7 Grad zeigt, dem Gewichte nach 10 Proc. krystallisirbaren Zuker enthalten, unsere (die französischen) Fabriken im Durchschnitte in den ersten 2 bis 3 Monaten nach dem Einsammeln der Rüben nicht mehr als 5 bis 6, und in den späteren Monaten nicht mehr als 3 bis 4 Proc. gewinnen. Vielfältig wird in Deutschland versichert, der von französischen Zukerfabriken in den Handel kommende Rohzuker besize nicht die bezeichnete Beschaffenheit, sey geringer, zusammenbakend und klebrig, deßhalb die Angabe größerer Ausbeute illusorisch. Die Annahme einer Ausbeute von 5 Proc. scheint aber auch in Frankreich das Maximum zu seyn, weil von der französischen Regierung bei der Bestimmung der Auflage auf einheimischen Runkelrübenzuker angetragen wurde, daß, wenn ein gegenseitiges Uebereinkommen über das Abonnement nicht zu Stande kommt, der Betrag der Auflage durch Annahme von 41/2 Kilogr. Zuker von 100 Kilogr. Rüben gerechnet werde.

3) Ertrag des Bodens an Runkelrüben.

Der Ertrag des Bodens an Runkelrüben, beziehungsweise Zuker, auf einer bestimmten Landfläche, ist, wie beim Zukerrohr, höchst ungleich: