Text-Bild-Ansicht Band 67

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angekauft oder durch eigenen Kulturaufwand beigeschafft werden, und deren Werth in die landwirthschaftlichen Rechnungen einzubeziehen ist.

In Böhmen werden zufolge abgeschlossener Vertrage, von Landwirthen 100 Pfd. von den Köpfen und Wurzeln abgesonderte Runkelrüben, an Zukerfabrikanten um 20, aber auch um 15 kr. CM. geliefert, und, wenn sie auf eigenen Gründen der Fabrikbesizer erbaut sind, in deren Rechnungen als Kulturauslagen, ebenfalls zu diesen Preisen einbezogen. Da hievon aber 20 bis 25 Proc. Preß- oder Macerirungsrükstände abfallen, wovon erstere gewöhnlich um den Preis der Rüben, leztere noch höher verwerthet werden können, so entfallt für den aus 100 Pfd. Rüben gezogenen Zukergehalt in den meisten Fällen zwar ein geringerer Preis, wie für die Rüben, der jedoch eben so hoch angenommen wird, weil man allgemein behauptet, der Preis von 15 kr. CM. per 100 Pfd. umfasse zwar den Aufwand bei der Kultur der Rüben hinreichend lohnend, sey aber wegen deren Beischaffung und anderer Auslagen auch von den Fabrikanten anzunehmen, und von denselben die Rükstände außer der Rechnung zu lassen.

Es wird deßhalb derselbe auch bei folgender Rechnung zu Grunde gelegt.

Es sind demnach in die laufenden Auslagen einzubeziehen:

fl. kr.
Kulturskosten: für 2,000,000 Pfd. Rüben, à 15 kr.
per 100 Pfd.

5000

Alljährlich neu anzuschaffende:
10 Körbe, zum Uebertragen der Rüben à 10 kr. 1 40
112 Weidengeflechte, à 12 kr. 22 24
112 Preßsäke, à 18 kr. 33 36
16 Filtrirkörbe, à 20 kr. 5 20
30 Filtrirsäke, à 24 kr. 12
Filtrirtücher 20
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5095 fl.
Materialien: für 200 Cntr. oder Mezen Kalt, à 30 kr. 100
Materialien: 500 für Beinschwarz, à 2 fl. 1000
– 3 Cntr. Butter, à 30 fl. 90
– Erde zum Deken 30
– 750,000 Pfd. Brennholz, à 10 kr. per 100 Pfd. 1250
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2470 fl.