Text-Bild-Ansicht Band 66

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Ende sich ein Loch befindet; in dieses ist in senkrechter Stellung ein Zapfen eingesenkt, der an seinem oberen Ende mit einem kleinen Loche, durch welches der Künstler schaut, während er die beobachteten Gegenstände auf das Glas verzeichnet, ausgestattet ist.

In so weit weicht dieses Instrument in keinem wesentlichen Theile von jenem ab, dessen man sich gewöhnlich zu demselben Zweke bedient; da jedoch das Glas die Striche des Bleistiftes nicht annimmt, so muß dessen Oberfläche mit einer Substanz überzogen werden, die so durchsichtig als möglich ist, und auf der der Zeichenstift dennoch vollkommen erkennbare Züge zurükläßt. Diese beiden Bedingungen fanden sich in keinem der bisher bekannten Materiale vereint; selbst durch das allerdurchsichtigste unserer Papiere kann man etwas entfernte Gegenstände nicht mit gehöriger Genauigkeit sehen; und auf dem Glase, gegen welches in Hinsicht auf die Durchsichtigkeit nichts einzuwenden wäre, haften weder die Züge des Bleistiftes, noch jene irgend eines anderen, der bisher zum Zeichnen verwendeten Stoffe.

Hr. Howlett löste die Aufgabe, die er sich gesezt hatte, dadurch, daß er Zeichenstifte erfand, die nicht nur sehr fein zugespizt werden können, sondern mit denen man zugleich auch auf das Glas vollkommen deutlich zu zeichnen im Stande ist. Sind die gewünschten Gegenstände mit dem Zeichenstifte auf das Glas gezeichnet worden, so legt er ein Stük Papier auf die Zeichnung, befestigt dasselbe an den vier Eken, damit es nicht verrutschen kann, und zeichnet dann, indem er das Glas mit dem Papiere gegen das Licht hält, mit einem gewöhnlichen Zeichenstifte die Zeichnung auf das Papier nach. Wird das Papier auf die entgegengesezte Seite des Glases gelegt, und dann die Zeichnung nachgefahren, so erhält man eine umgekehrte Copie, nach welcher der Kupferstecher gleich arbeiten kann. Die Uebertragung der Zeichnung vom Glase auf das Papier kann übrigens auch dadurch geschehen, daß man ein Blatt Papier auf die Zeichnung legt, und dieses mit einem elfenbeinernen Griffe abreibt.

Sollte das angewendete Zeichenpapier dik und undurchsichtig seyn, so daß die auf das Glas gemachten Striche nur sehr undeutlich durch dasselbe sichtbar wären, so kann man leztere schwarz und deutlicher erscheinen machen, indem man das Glas mit trokenem Lampenschwarz überpulvert, und hierauf mit einem weichen Kameelhaarpinsel leicht abreibt. Da nämlich die mit dem Zeichenstifte gemachten Striche etwas klebrig sind, so wird das Lampenschwarz an ihnen hängen bleiben, während es der Pinsel von den übrigen Theilen wegwischen wird.

Hr. Howlett verfertigt Zeichenstifte von dreierlei Härte, welche