Text-Bild-Ansicht Band 66

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zeigt das entgegengesezte Ende, und Fig. 67 ist ein senkrechter Durchschnitt, parallel mit Fig. 65.

Die Maschine ist, so wie sie in der Zeichnung dargestellt ist, mit drei Walzen aus Kupfer oder einem anderen entsprechenden Materiale A, B, C und mit den dazu gehörigen Apparaten ausgestattet, so daß sie mit drei verschiedenen Farben druken kann. Jede dieser Walzen kann entweder so benuzt werden, daß sie ohne zu druken bloß erhabene Dessins erzeugt, oder sie kann auch beide Operationen zugleich vollbringen.

Das in der Maschine zu behandelnde Fabricat wird fest auf eine Walze aufgewunden, und diese läuft mit ihrer Achse oder ihren Zapfen am Rüken der Maschine in Armen oder Anwellen, wie man dieß bei D sieht. Von dieser Walze aus wird das Fabricat a, a, a zwischen Spannungslatten hindurch unter die Trommel oder das Lager E geführt, um dann endlich über die Führwalze F und über Dampfbehälter, welche in der Abbildung nicht angedeutet sind, hinweg, oder auch zum Behufe des Troknens der Farben in eine Trokenstube zu gelangen.

Die Walzen A, B, C, welche entweder gestochene oder erhaben gravirte Oberflächen haben, stehen mit den in den Farbtrögen c, c, c umlaufenden Walzen b, b, b in Verbindung, oder wenn die auf den Walzen angebrachten Dessins erhaben sind, kann man zum Behufe der Lieferung der Farben wie in den gewöhnlichen Walzendrukmaschinen auch endlose Filze oder sogenannte Siebe anwenden. Sowohl an den Farbwalzen als auch an den endlosen Filzen lassen sich, wenn es nöthig ist, die bekannten Streicher (doctors) anbringen.

Die Drukwalzen können, wie aus der Abbildung zu ersehen ist, entweder durch ein Räderwerk in Bewegung gesezt und gegen die Trommel angedrükt werden, oder es läßt sich dasselbe auch auf verschiedene andere Weisen erzielen. Der Patentträger gründet nämlich auf diesen Theil der Maschinerie keinerlei Ansprüche.

Die Stellung jener Streicher, die die überschüssige Farbe von der Oberfläche der Drukcylinder zu beseitigen haben, ersieht man bei d, d, d; die Stellung jener, welche alle Fasern, die sich allenfalls auf ihnen anhäufen, wegschaffen, bei e, e, e. Sie werden sämmtlich durch beschwerte Hebel und Schrauben an Ort und Stelle erhalten, und bekommen durch eine senkrechte Stange m eine schwache Hin- und Herbewegung in seitlicher Richtung mitgetheilt. Diese Stange m steht an ihrem oberen Ende mit einem an dem Ende der Achse der Walze H befindlichen Excentricum, an dem unteren Ende hingegen mit der horizontalen, zur Seite des Gestelles angebrachten Stange n, Fig. 65, in Verbindung. An lezterer sind die Arme o, o, o, welche