Text-Bild-Ansicht Band 53

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Um zu zeigen, wie ich diese Principien in Ausführung bringe, habe ich in Fig. 16 einen Durchschnitt eines Apparates gegeben, in welchem die Hize des Dampfes nach den angedeuteten Grundsäzen nüzlich verwendet wird. A, A, A stellt einen Dampfkessel oder einen Dampferzeuger vor, von welchem eine Röhre B den Dampf durch den arbeitenden Cylinder in das Ausführungsrohr D führt. Dieses Rohr führt in den Fülldampferzeuger E, den ich den Füller (replenisher) nennen will, und dessen eigenthümlicher Bau später beschrieben werden soll. Der Dampf geht aus dem Ausführungsrohre D durch den Füller E, und gelangt hierauf durch die Röhre F in die Kammer G des Verdichters, aus welchem er dann durch mehrere in dem Gehäuse H, H befindliche Röhren a, a, a herabsteigt. Die Enden dieser Röhren gehen am Scheitel durch die Scheidewände b, b, und am Boden durch die Scheidewände c, c, in welchen sie festgemacht sind. Eine Fortsezung dieses Verdichters bilden die beiden anderen ähnlich geformten Röhrensysteme d, d, d und e, e, e, welche sich in den Behältern I, I und K, K befinden, und durch welche der ausgetretene Dampf geht, bis er an dem Behälter für das destillirte Wasser L seine niedrigste Temperatur erreicht hat.

Da der Kessel durch einen geschlossenen Ofen geheizt wird, so wird die zur Unterhaltung der Verbrennung dienende Luft ganz von der Röhre M geliefert, die von dem Gehäuse H an das Aschenloch führt; und da die Seitenwände dieses Gehäuses in der Nähe des Bodens durchlöchert sind, so dringt die atmosphärische Luft durch diese Löcher ein, und nimmt auf ihrem Wege zum Ofen einen Theil jener Hize, die in dem durch die Röhren a, a, a strömenden, aus der Maschine austretenden Dampfe enthalten ist, auf, um sie in den Dampferzeuger zu führen.

Um den Röhren a, a, d, d und e, e seitliche Stüzpunkte zu geben, sind in gehörigen Entfernungen von einander in den Gehäusen oder Behältern H, I, K Metallscheiben f angebracht, durch welche die Röhren laufen. Auch in diesen Scheiben befinden sich eine Menge kleiner Löcher, damit die Luft oder das Wasser oder das sonstige verdichtende Medium durch die Behälter strömen und die Hize der Röhren an sich ziehen kann.

Das in dem Behälter oder sogenannten Brunnen L gesammelte destillirte Wasser wird von hier aus durch die Luftpumpe N aufgesogen, um dann in die Heißwasserpumpe (1 zu gelangen, von welcher es durch die Röhre P, den Behälter J, und die Röhre Q in den Kessel getrieben wird, und auf diesem Wege noch eine weitere Portion Hize von dem durch die Röhren d strömenden Dampfe aufnimmt. Um die Verdichtung noch vollständiger zu machen, wird