Text-Bild-Ansicht Band 53

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und der erzeugte Dampf geht aus dem oberen Theile des Kessels durch die Ausführungsröhre f an den arbeitenden Cylinder.

Die Speisung des Ofens mit Holz geschieht durch das Ofenthürchen, und das Brennmaterial wird durch die Umdrehung der Feuerstangen allmählich gegen das entgegengesezte Ende des Ofens vorwärts geschafft. Die Umdrehung der Feuerstangen um ihre Achse kann nach irgend einer geeigneten Methode erzielt werden; eine Methode, die mir wenigstens sehr gut entsprochen hat, sieht man in Fig. 20 und 21 abgebildet. Die Achsen der einzelnen Stangen ruhen auf den seitlichen Tragriegeln a, a, und an dem Ende einer jeden dieser Achsen ist ein Sperrrad b, b, b angebracht. Ueber diesen Sperrrädern ist eine Schieberstange c, c aufgezogen, und diese Stange führt eine Reihe von Sperrkegeln d, d, d, welche sämmtlich in die Zahne der entsprechenden Sperrräder eingreifen. Wenn sich also die Schieberstange c abwechselnd hin und her bewegt, so werden die Sperrkegel bewirken, daß sich die Sperrräder und mit ihnen die Feuerstangen um ihre Achsen drehen, und daß das Brennmaterial hiedurch in dem Ofen allmählich vorwärts bewegt wird. Die Schieberbewegung der Stange c kann erzeugt werden, indem man dieselbe mit irgend einem geeigneten, eine Hin- und Herbewegung besizenden Theile der Maschine in Verbindung sezt.

Durch die hier beschriebene Einrichtung wird das Brennmaterial beständig in Bewegung erhalten, und allmählich in brennendem Zustande unter den Generator bewegt; die Asche entleert sich hiebei in das Aschenloch, und die Stangen werden verhindert einen Hizgrad anzunehmen, der ihnen schädlich seyn muß.

Eine Abänderung im Baue des Kessels sieht man in Fig. 22 im Durchschnitte. Hier enthalten die gekrümmten Röhren b, b Wasser; auf sie wirkt von Außen die Hize des unterhalb befindlichen Ofens; auch communiciren sie am Grunde mit der Wasserschichte a, a, a, die das Gehäuse, in welchem sie sich befinden, umgibt, während sie am Scheitel gegen die Dampfkammer geöffnet sind.

Der Rauch und die heiße Luft gehen durch die kurzen Röhren oder Oeffnungen c, c, c in den Rauchfang über.

Da es von höchster Wichtigkeit ist, daß sich an der inneren Oberfläche der Dampfkessel kein Bodensaz oder keine Incrustation bilde, besonders wenn dieselben mit sehr engen Durchgangsröhren versehen sind, so scheint es mir, sehr wünschenswerth, daß an meinem verbesserten Apparate der austretende Dampf dadurch verdichtet werde, daß er mit kühlen Oberflächen in Berührung kommt. Durch diese Einrichtung bin ich im Stande das in dem austretenden Dampfe enthaltene Wasser wenigstens zum größten Theile wieder in den