Text-Bild-Ansicht Band 52

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den Thon, wodurch ein Stük, welches einen Ziegel bildet, und welches leicht mit der Hand entfernt werden kann, abgeschnitten wird.

Der obere Theil r des Schneidwerkzeuges wirkt als Streicher, und wird über die Oberfläche des Thones in dem Model hin und her bewegt, um dieselbe zu glätten. Ist dieß geschehen, so dreht der Arbeiter den Griff n; und kommt nun neuerdings eine Quantität Thon aus dem Model empor, so wird dieselbe gleichfalls abgeschnitten und entfernt, u.s.f., bis der Model leer ist. In diesem Falle wird dann nämlich die Mühle angehalten, der Kolben h herabgeschraubt, und die Stellung der Model verändert, so daß der leere Model c unter die Mühle gelangt, während der volle Model d über den Kolben zu stehen kommt. Dieß geschieht, indem man die Welle und die Model mittelst eines Hebels u, t, der sich, wie aus Fig. 14 ersichtlich ist, gegen die Eke des Models und die Spindel t lehnt, umdreht. s ist ein kreisrunder Tisch, auf welchem die Model c, d laufen.

Daß man den Ziegeln auch jede andere Form, als eine vierekige geben kann, erhellt von selbst; man braucht nämlich nur den Modeln die erforderliche Form zu geben. Sollen die Ziegel gebogen werden, so kann dieß geschehen, indem man sie feucht über einen gehörigen Model krümmt, und dann troknet.

Der Patentträger bemerkt am Schlusse, daß es nicht durchaus nothwendig ist, daß der Kolben oder Stämpel emporbewegt wird, sondern daß derselbe auch unbeweglich angebracht werden kann, wenn man die Model dafür durch Zahnräder oder Zahnstangen herab bewegt. Auch bemerkt er, daß er sich nicht auf die Füllung der Model mit Hülfe der angegebenen Mühle beschränkt, sondern daß diese Füllung auch mit der Hand oder auf irgend andere Weise geschehen könne. Als seine Erfindung erklärt der Patentträger hauptsächlich den Bau der Model c, d.

LXXXIV. Ueber einige leichte Dachbedekungen.

Aus dem Journal des connaissances usuelles. März 1834, S. 141.

Man bedient sich in England schon seit mehreren Jahren (und in Nordamerika noch viel länger) zum Deken der Dächer von Schoppen, Scheunen, Aufhängepläzen, Fabrikgebäuden etc. einer Art von wasserdichtem Papiere. Bereits sieht man in Frankreich einige seltene Beispiele einer ähnlichen Dachbedekung, und wir hoffen daher, daß eine neue Anregung dieses Gegenstandes zu einer ausgedehnteren Benuzung und Anwendung desselben führen wird.

Schon vor vielen Jahren beschäftigte man sich in Schweden sowohl,