Text-Bild-Ansicht Band 121

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des Zapfens gebrochen. Der Bruch war zwar etwas grobkörniger als er bei den neuen Achsen beobachtet wird, beim Abdrehen zeigte sich das Eisen ziemlich hart und spröde, auch wurde der Bruch verhältnißmäßig leicht erreicht; doch waren diese beobachteten Umstände keineswegs der Art, um auf eine solche Texturveränderung schließen zu können, welche allein einen Bruch veranlaßt haben sollte.

Da aber leider die Dauer der Verwendung dieser Achse nicht mehr ermittelt werden konnte, und sich auch aus einem vereinzelt angestellten Versuche kein richtiger Schluß ziehen läßt, so beabsichtige ich die Forschung in dieser Richtung forzusetzen, und werde nicht ermangeln, die Resultate seiner Zeit mitzutheilen.

Wien, am 13. März 1851.

III. Maschinen zum Anfertigen eiserner Bandagen für Wagenräder, welche sich William Horsfall und Thomas James in Liverpool am 19. März 1850 patentiren ließen.

Aus dem London Journal of arts, April 1851, S. 237.

Mit Abbildungen auf Tab. I.

Beim Anfertigen eiserner Felgenkränze nach der gewöhnlichen Methode wird das zu diesem Zweck bestimmte Eisen erhitzt und zunächst den Rohwalzen übergeben; dann läßt man es der Reihe nach die verschiedenen Einschnitte der Feinwalzen passiren, aus denen es als gerade flache Eisenstange hervorgeht, welche dann, nachdem ihre Enden zusammengeschweißt worden sind, einen cylindrischen Reif bildet. Da man jedoch den Radbandagen öfters einen etwas conischen Umfang zu geben hat, so wird es in diesen Fällen nothwendig, diese cylindrischen Bandagen, um ihnen die erforderliche Gestalt zu ertheilen, dem zeitraubenden und kostspieligen Processe des Hämmerns zu unterwerfen. Vorliegende Erfindung hat nun den Zweck, den Bandagen nach erfolgtem Auswalzen, mit Umgehung des Hämmerns, die verlangte conische Gestalt zu ertheilen. Dieser Zweck wird durch die Anwendung eigenthümlich construirter Feinwalzen erreicht, welche das Metall in